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Sonntag, 5. Dezember 2021

Barbarazweige, Räuchern und Vorfreude

Gestern war Barbaratag. Gestern hätte ich mein Ritual  machen wollen, allerdings war ich dann so sehr damit beschäftig herauszufinden was ich denn genau gehen lassen möchte, das ich das Ritual auf heute verschoben habe.


Jetzt also startet auch hier die Vorbereitungen für die Winter-Sonnen-Wende-Zeit. Da galt es gut zu erforschen was auf jeden Fall in diesem Jahr bleiben darf, das was ich ganz sicher im nächsten Jahr nicht mehr haben möchte.

Ich schrieb es auf 3 Zettel, grub ein Loch und übergab sie symbolisch der Erde. Möge sie es wandeln und mir das schenken was mir dient.

Dann schnitt ich mir 3 Barbarazweige von meinem Kirschbaum, dankte und stellte sie in die Vase. In den Rauhnächten werden sie blühen und vom Sommer erzählen.

Um genau diese Geschichten einzuladen räucherte ich die Mischung der Kräuter, die wir uns am Schnitterinnenfest in der Frauengruppe bei Jana zusammenstellten. Sommer und Ernte, Frauenkreisenergie und Gemeinsamsein zogen mit dem Duft in mein Haus. So gut! Das lade ich so gern ein in mein nächstes Jahr. 

Jetzt steigt die Vorfreude auf die Winter-Sonnen-Wende. Ab da wird das Licht wieder zurück kommen.

So gut sich in dieser so dunklen Neumondnacht daran zu erinnern und darauf zu freuen.

Alles Liebe für Dich!

Christine

Montag, 1. November 2021

Jahres-Frauen-Kreis-Gruppe 2022 Möchtest Du dabei sein?

Es wird eine Frauen-Jahres-Kreis-Gruppe hier bei mir in 30966 Hemmingen / Hiddestorf geben. Möchtest Du dabei sein?

Ich liebe es im Kreis von Frauen durch das Jahr zu gehen, die Jahreskreisfeste zu feiern, miteinander verbunden zu sein, mich wahrhaftig zu zeigen, gemeinsam zu wachsen und gemeinsam, verbunden mit der Natur und den jeweiligen Zeitqualitäten, zu gehen. Zu forschen, mich zu entwickeln und immer mehr zu der zu werden die ich bin.

Die Schwesterliche Verbundenheit genieße ich sehr. Sie ist ganz anders und  weitreichender als Freundschaft. Sie ist tragend, gibt Raum und Unterstützung für mich und lässt mich zur Zeugin werden für all die Entwicklung der Anderen. 

Schon im letzten Jahr wollte ich mit der Frauen-Jahres-Kreis-Gruppe hier in Hemmingen starten. Dann war es schwierig sich erstmal nicht wirklich umarmen und treffen zu dürfen, dann wollte ich erst meine Ausbildung zu seelenzentrierten Coachin beenden.
Jetzt aber geht es endlich los! Ich freue mich so sehr.

Es sind noch 2 Plätze frei. Magst du dabei sein?

Wir treffen uns 1 Mal pro Monat. Jeweils an einem Freitagabend von 18.00 Uhr bis 22 Uhr.
Es wird höchstens 8 Plätze geben, dann ist genügend Raum für Jede.

Wir wollen gemeinsam SEIN, mit offenem Herzen reden und zuhören, einander wahrhaftig begegnen, uns tief mit der jeweiligen Jahreszeitenqualität verbinden, von der Natur lernen, forschen und uns beschenken lassen, gemeinsam feiern (je in der Nähe der 8 Jahreskreisfeste), zusammen essen und am Feuer sein,  Erfahrungen sammeln und teilen, uns inspirieren, berühren und miteinander lernen.
Wir gehen zusammen mit einer klaren Ausrichtung auf Verbindlichkeit, der Freude am zusammen SEIN, der Bereitschaft zur größtmöglichen Wahrhaftigkeit und der Lust auf Weiterentwicklung.

Um uns kennenzulernen starten wir am 19. November 2021 mit einem Schnupper-Kennenlern-Termin.
Danach kannst Du Dich entscheiden ob Du verbindlich dabei sein möchtest (der nicht). Ab Januar 2022 ist es eine geschlossene Gruppe.

Wo? 
Die Treffen finden in 30966 Hemmingen statt. Oft werden draußen sein - am Feuer im Garten und in der Natur.

Wann?
Geplant sind diese Termine 2022:
14. Januar, 18. Februar, 25. März, 22. April, 20. Mai, 17. Juni, 08. Juli, 12. August, 09. September, 14. Oktober, 11. November und 09. Dezember.
Wieviel?
25 € bitte zum Treffen mitbringen

Hüterin es Kreises?
Christine Geib (zertifizierte Seelenzentrierte Coachin)

Anmeldung / noch mehr Infos?
bitte melde dich per Mail an christine@dornroeschenwolle.de oder per Telefon 0176 56717757.

Ich freue mich auf Dich! Ich freue mich auf uns!
Herzlich, Deine Christine

Mittwoch, 24. März 2021

Sonnenaufgang ist auch ein Anfang

Schenke Dir doch mal einen Sonnenaufgang - so oder so ähnlich schrieb Jana das in die einstimmende Aufgabe zu unserem Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche-Jahreskreisfest in der Frauengruppe.
Einen Sonnenaufgang! Puh :-) Ich bin ja eher so ein Abendmensch und kann viel besser Sonnenuntergänge. 
Es war also eine Herausforderung für mich und ich machte mich auf den Weg.

 

Heute morgen also packte ich vor dem Sonnenaufgang mein Sitzkissen, ein warmes Wasser, mein Notizbuch und ein paar Stifte ein und machte mich auf zum Waldrand, suchte mir ein Plätzchen, machte es mir so gemütlich wie es ging und freute mich auf das Specktakel.


Es war nebelig und frisch und all die Vögel sangen aus voller Kehle. Der Sprecht klopfte und ich war tief beeindruckt von so viel Geschäftigkeit so früh am Morgen.
Mein Sonnenaufgang war ein sanfter-  magisch und kraftvoll. 
Ich beobachtete und lauschte und forschte danach was mir diese sanfte, unaufhaltbare Kraft sagen wollte und wie das so mit all dem Angefangenen in meinem Leben gerade ist. 
Ich spürte und fühlte und war verbunden mit all den Wesen um mich herum, dem Baumstamm auf dem ich saß, den Bäumen mit ihren Knospen und dem ersten Grün auf den Feldern, mit dem Nebel und einfach ALLEM was da war.


Die Sonnen wirklich gesehen habe ich dann eine Stunde später auf der Hunderunde. Kurz bevor sich die Wolken verzogen.


um dem blauen Himmel Platz zu machen.
Da war dann schon zu ahnen, dass es sonnig und heiter werden würde und ich am Nachmittag auf der Terrasse sitzen und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen konnte, 

während die frisch gefärbte Wolle auf der Leine trocknete.
Frühling - du bist so willkommen.

Donnerstag, 31. Dezember 2020

was lasse ich los, was darf bleiben und was entscheide ich später

Es ist die Zeit im Jahr genau das zu erforschen. 

Mir helfen lange Spaziergänge durch die Felder mit dem Blick bis zum Deister.


Alte Pfade wieder entdecken.
Wieder neu ankommen.
Heimat finden.

Und  mir helfen Traditionen. So ein "das haben wir früher immer gemacht". Sowas wie  zusammen Berliner backen zu Sylvester. Jedes meiner Kinder hat seinen festen Job dabei. Es ist so schön zu sehen wie sie zusammen sind. Und bei uns heißen die Pfannkuchen und sind mit Pflaumenmus gefüllt und unglaublich lecker und die Kinder sind junge Erwachsene und meine Familie.


Und mir helfen Abende am Feuer um das zu erforschen. Dort sitze ich und lasse mich ein und spüre hinein in das was für mich stimmig ist. 
So lange bis nur noch die Glut glimmt. 
Da draußen in meinem kleinen Garten unter meinem Kirschbaum.


Jetzt gleich wird es gehen, dieses Jahr. 
Ich freue mich auf ein neues Jahr meines bunten wilden Lebens und 
breite die Arme aus und heiße es willkommen. 
Möge kommen was gut ist und was zu mir gehört. 

Cambra´ Skade hat ein kurzes Geschichten-Video dazu gemacht. Das lasse ich euch hier.


Ich jedenfalls werde morgen Stöckchen sammeln ...

Kommt gut ins neue Jahr. Bis dann.
Herzlich, Eure Christine

Montag, 26. Oktober 2020

Jahresgruppe - Frauengruppe - Jahreskreisfeste

Ich liebe es im Kreis von Frauen durch das Jahr zu gehen, die Jahreskreisfeste zu feiern, miteinander verbunden zu sein, mich wahrhaftig zu zeigen, gemeinsam zu wachsen und gemeinsam, verbunden mit der Natur und den jeweiligen Zeitqualitäten, zu gehen. Zu forschen, mich zu entwickeln und immer mehr zu der zu werden die ich bin.
Die Schwesterliche Verbundenheit genieße ich sehr, sie ist tragend, gibt Raum und Unterstützung für mich und lässt mich zur Zeugin werden für all die Entwicklung der Anderen. So eine Frauenkreisgruppe zu haben ist wichtig für mich - nicht nur, aber auch - in dieser speziellen Zeit.


Deshalb fahre ich jetzt schon das zweite Jahr zu allen Treffen zu Jana nach Mecklenburg - 300 km hin und dann auch wieder zurück. Es ist immer schön, bereichernd und stärkend und immer mehr sooooo weit.
Jetzt stand die Entscheidung an. Gehe ich noch ein weiteres Jahr mit dieser Gruppe?
Oder lausche ich der immer größer werdenden Sehnsucht nach einer Frauenjahresgruppe hier bei mir.
Ich spürte nach, genoss die Idee, forschte womit ich sein will und wofür ich gehen will und ließ mir Zeit das gut zu ergründen.
Jetzt ist es da. Mein klares JA zu einer neuen Frauenjahreskreisgruppe hier bei mir in 30966 Hemmingen.

Magst du dabei sein?

Es wird 8 Plätze geben. Wir treffen uns 8 mal im Jahr. Jeweils an einem Freitagabend von 18.30 Uhr bis 22 Uhr und so ungefähr zu den 8 Jahreskreisfesten.

Wir wollen gemeinsam SEIN, mit offenem Herzen reden und zuhören, einander wahrhaftig begegnen, uns tief mit der jeweiligen Jahreszeitenqualität verbinden, von der Natur lernen, forschen und uns beschenken lassen, gemeinsam feiern, am Feuer sein und zusammen essen, Erfahrungen sammeln und teilen, uns inspirieren, berühren und miteinander lernen.
Wir gehen zusammen mit einer klaren Ausrichtung auf Verbindlichkeit, der Freude am zusammen SEIN, der Bereitschaft zur größtmöglichen Wahrhaftigkeit und der Lust auf Weiterentwicklung.

Wo? 
Die Treffen finden in 30966 Hemmingen statt. Wir werden draußen sein - am Feuer im Garten und in der Natur. 

Wann?
Geplant sind diese Termine:
29.01. 2021 -  Lichtfest - Imbolc (als offener Abend zum kennenlernen )
dann als geschlossene Gruppe
19.03. 2021 - Frühjahrstagundnachtgleiche - Ostera
30.04. 2021 - Beltane 
25.06. 2021 - Sommersonnenwende
27.08. 2021 -  Schnitterin - Lammas
24.09. 2021 - Herbsttagundnachtgleiche - Mabon
05.11. 2021 - Samhain 
17.12. 2021 - Wintersonnenwende

Wieviel?
25 € bitte zum Treffen mitbringen

Hüterin es Kreises?
Christine Geib (Seelenzentrierte Coachin in Ausbildung)

Anmeldung / noch mehr Infos?
bitte melde dich per Mail an christine@dornroeschenwolle.de oder per Telefon 0176 56717757.

Die 8 Plätze sind vergeben.  Juhu!!!  Du kannst dich gern auf die Warteliste setzen lassen und mit in den Mail-Verteiler, vielleicht ergibt es sich und auch du kannst mit dabei sein.

Freitag, 11. September 2020

ich experimentiere mit der Zeit

Wenn man Dinge ändert und es betrifft auch andere Menschen, ganz egal wen, dann ist es gut darüber zu reden. So wissen alle Bescheid und keiner muss sich wundern. Deshalb erzähle ich also hier von meinem Experiment mit der Zeit.

Vielleicht hast Du es schon gemerkt. Gerade dieses Jahr lädt uns ein nochmal neu hinzuschauen wie wir Zeit verbringen wollen. Ich nehme diese Einladung an und experimentiere damit, meine Zeit jeweils genau mit dem zu verbringen was jetzt gerade dran ist. So versuche ich nicht zwischen Hundespaziergang, Stricken, Mails beantworten, Istagram bebildern, Wolle färben, Nachrichten beantworten, Wolle verpacken, Freundinnen treffen, Familie bewirtschaften, Haus halten, qualitativ hochwertige Zeit mit meinem Partner verbringen, Ausbildungszeit (ich liebe es seelenzentrierte Coachin zu werden) Kinderzeit, Hobbys, Coachings und wasnichtnochalles hin und her zu springen, sondern jedes ganz zu machen. 

In erster Linie ist das spannend für mich, denn das habe ich bis jetzt immer wieder anders gemacht. So lange bis mir schwindelig war bei dem Gedanken an mein Leben und ich nichts mehr so richtig richtig machen konnte. So lange bis ich bei dem Gedanken an Wolle und Menschen und Nachrichten einfach nur noch heulen wollte. So lange bis ich fast keine Lust auf gar nichts mehr hatte und einfach nur noch meine Ruhe haben wollte - nur Ruhe kam so nie.

Auch jetzt gerade, wo ich das hier schreibe an einem Freitag Abend um 20.30 Uhr bekomme ich Nachrichten über Instagram und auch Facebook, die bitte sofort beantwortet werden sollen. Jetzt. Das muss doch möglich sein. Unverständnis auf der anderen Seite weil ich zum 3. Mal freundlich um eine Mail gebeten habe. So habe ich nie nie nie Ruhe, Feierabend, Wochenende.

Diese  Fragen nach Wolle, danach was zusammen passt, welches Garn ich empfehlen. Ich liebe sie! Ich liebe es zu beraten und zusammen zu sammeln und extra Fotos zu machen. Ich schaue gern nach wenn eine Bestellung mal irgendwo hängt und das nervt mich gar nicht, auch wenn dann noch was offen ist und ihr nochmal und nochmal fragt. Es ist so schön ins Gespräch zu kommen! Allerdings bin ich viel schneller damit per Mail. Ich kann einen Link einbauen oder ach ... ich habe Tasten am Laptop und kann richtig tippen. Mails kann ich abarbeiten. Mails vergesse ich nicht, Mails sind toll!

All diese Nachrichten über Instagram, Facebook oder Ravelry finde ich nie wieder wenn ich sie nicht sofort beantworte und ich mag gar nicht beim Kochen oder auf dem Hundespaziergang, wenn ich mit meinen Kindern rede, auf dem Klo sitze oder abends beim Stricken kurz mal eben nachsehen wie die Sendungsverfolgungsnummer für ein Paket ist oder ob das blau zu dem beige passt. Ich fahre dann auch nicht abends in die Werkstatt um noch Fotos zu machen und auch zum beantworten einer einfachen Frage nach einem Paket muss ich in die Werkstatt. Ich habe leider nicht im Kopf welches Paket schon gepackt auf die Abholung wartet oder was auch immer. Am nächsten Morgen, wenn ich dann in der Woll-Werkstatt bin, ist die Nachricht von Euch irgendwo in meinem Handy und ich beantworte alle Mails und brauche ewig um die Nachrichten aus dem Handy zu befreien. Dann sind sie weg, kaum zu finden und ihr bekommt keine Antwort ... blöd. 

Also schreibe ich jetzt auf all die Nachrichten eine kurze freundliche Bitte um eine Mail. Die habe ich dann am nächsten Vormittag auf dem Rechner und beantworte sie voller Freude zwischen 9 und 12 Uhr. Dann habe ich Zeit dafür und nur dafür. Es ist so gut dann nur genau bei euren Fragen zu sein und erst danach in die Färbeküche zu gehen und Wolle zu färben. Das dann aus vollem Herzen - nur Wolle und Farben und ich. So schön! Danach dann Bestellungen verpacken und Pakete fertig machen - ohne Ablenkung bis ich fertig bin usw. bis zum Feierabend, der dann auch einer ist. Es sei denn ich habe mir für den Abend noch eine oder zwei Stunden am Rechner eingeplant und schreibe Newsletter und Garngeflüser oder Produktbeschreibungen oder eben so wie jetzt in das Blog. Wie schön dann genau das zu machen und nicht zeitgleich schon wieder woanders rumzuspringen.

Möglicherweise musst du auf die Beantwortung deiner Mail jetzt ein bisschen länger warten. Möglicherweise braucht es ein bisschen länger bis deine Wolle verpackt ist und wahrscheinlich wird es nicht immer alle handgefärbten Garne geben und auch die Werkstatt-Lädchen-Öffnungszeiten werden nicht so oft sein, weil ich einfach ab und zu einen freien Tag brauche. Dafür haben wir es dann besonders schön :-)

Ich möchte so gern weiter sichtbar und berührbar bleiben. Ich möchte euch weiter einfach mitnehmen in mein Leben und dafür möchte ich weiter Instagram, Facebook, Ravelry und Blog nutzen. Ich werde weiter sehr gern auf alle persönlichen Nachrichten reagieren und mit euch plaudern. Ich liebe diesen Austausch! Hier geht es nur um die Vorstellung das ich immer immer immer arbeiten und erreichbar sein muss. Das ist meine Vorstellung (ich wäre so gern perfekt) und vielleicht auch die von einigen Menschen da draußen.

Und JA bitte, schreibt Kommentare, fragt mir Löcher in den Bauch, schreibt mir Nachrichten aller Art. Ich passe auf mich auf und ich teile meine Zeit ein :-) ich bin ja schon groß! 

Es ist ein Experiment und ich übe :-) und bin sehr gespannt wie das wird.

Habt eine gute Zeit!

Ich bin dann jetzt stricken :-)

Montag, 10. August 2020

Jahresfest - Lughnasadh oder Lammas oder Schnitterfest

Seit einiger Zeit feiere ich die Jahresfeste im Kreis meiner Frauengruppe. Wir treffen uns bei Jana in Nord-West-Mecklenburg für einen Abend in Verbundenheit.

Am letzen Freitag feierten wir Lughnasadh oder Lammas oder SchnitterInnenfest. Das ist das erste Erntefest. Das Korn wird geschnitten, die Beeren sind schon geerntet und wir sind dankbar für all das was da gewachsen ist um uns zu nähren. Es ist die Zeit der großen Fülle, die uns auch an das Vergängliche erinnert. Geerntet ist geerntet. Es ist gewachsen und geworden was geworden ist. 

Nach einem guten Essen unterm Apfelbaum neben Janas Jurte zogen wir mit unseren Trommeln und Rassel, Sitzkissen und gesammeltem Räucherwerk auf ein Kornfeld. Es war bereits abgeerntet und gerade umgepflügt und ein wirklich schöner Platz um zu danken, unsere Kräuter zu weihen und gemeinsam zu sein.

Wir hatten eine Redestabrunde. Wahrhaftiges durfte aus dem Herzen gesprochen und geteilt werden. Wo stehen wir in dieser Zeit? Was ist gut gewachsen in diesem Jahr? Was braucht noch etwas? Und was war nicht gut? Was will ich im nächsten Jahr mehr pflegen und wo setzt ich gerade jetzt einen klaren Schnitt. Dafür ist gerade diese Zeit gut. Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte finden ist wichtig.

Die Vögel zogen ihre Runde über uns, ein Reh schaute rüber und wir hörten das Bellen der Rehböcke. Wir waren getragen von der Erde, über uns die Weite des Himmels und so sehr verbunden mit allen Wesen.

Als die Sonne unterging packten wir zusammen und fuhren ein bisschen weiter um im nächsten See den Abend zu beenden. Es ist so schön im Kreis dieser Frauen zu sein. Wir badeten und schwammen und sagen ein Lied bevor alle wieder fuhren. Jede nach Hause, jede für sich und doch schwesterlich verbunden.

Zwei Frauen waren an diesem Freitag verhindert. So spannend zu sehen wie sie fehlen, nicht da sind und trotzdem gefühlt mit dabei. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Fest, unsere nächste Runde und genieße es wie der Kreis hält, auch wenn ich im Alltag bin.

An diesem Freitag reist der rote "Karamo de Luxe" Pulli mit mir. Er umschmeichelt jetzt Jana und irgendwann, wenn es ein bisschen kühler ist und ich gerade wieder in Nord-West-Mecklenburg bin werden wir Fotos machen. So lange muss ein er-ist-gerade-fertig-Bild reichen und ihr müsst mir glauben das er ganz genau zu Jana passt.

Am Samstag fuhr ich dann wieder nach Hause. Ganz ohne an der Ostsee gewesen zu sein. Im Sommer zieht es mich gar nicht an den Strand.
Dann im Garten probierte ich eine meiner Beifuß-Räucher-Kugeln aus, die wir beim Trommeln und Rasseln auf dem Feld weihten.


Ich liebe dieses Duft (meine Familie eher nicht so). Er erinnert mich an meine WaldZeit-Visionssuche im letzten Jahr im Wendland. Dort räucherten wir mit Beifuß. Hier wächst er gerade überall. Wenn Du auch solche Beifuß-Räucherkugeln machen möchtest. HIER hat Jana aufgeschrieben wie das geht.

Ich werde jetzt Stricken, Langsam wird es ein wenig kühler unter meinem Lieblingsbaum im Garten und dabei träume ich mich in den See und in den Sonnenuntergang und in den Kreis der Frauen.


Hab auch Du einen schönen Abend.
Herzlich, Christine

Dienstag, 23. Juni 2020

Mittsommerzeit - Sommersonnenwende - Jahreskreis - Frauenkreis

Am letzten Wochenende reiste ich nach Mecklenburg um mit meiner Frauenjahreskreisgruppe Mittsommer zu feiern. Sommersonnenwende. Jetzt schon? Huch.
Ich fuhr bei strahlendem Sonnenschein los und kam bei Regen an.
Sommersonnenwende mit Regen im Wald - so würden wir also feiern.


Wir räucherten und trommelten und waren nach all der "wir-bleiben-zu-Hause"- Zeit wieder gemeinsam. Verbunden mit uns, mit all den guten Kräften im rituellen Raum und in der Frauengruppe. 
So packten wir all den Kram den 8 Frauen brauchen um im Wald zu feiern, zu essen und über Nacht zu bleiben zusammen und zogen in den Wald, den Jana so gut für uns aussuchte.
Nachdem jede auf ihre Weise den Wald begrüßt hatte, spannten wir die Tarps zwischen die Bäume, rollten Matten und Schlafsäcke aus um gut bleiben zu können. Schön dass der Regen eine Pause machte.
Unser Sommersonnenwendefeuer war eine Kerze und wir gestalteten die Mitte für den Kreis unter einem der Tarps.
So vor dem Regen geschützt lässt es sich gut essen - soooo lecker und soooo viel.
Als die Dämmerung aufzog, der leichte Nieselregen tropfte und die warme Feuchtigkeit vom Boden aufstieg hatten wir unsere Redestabrunde. Wir hörten uns mit dem Herzen zu und redeten wahrhaftig aus dem Herzen. Wie gut das tut sich auf diese Weise zu begegnen. Dieses Mal endlich wieder zum berühren nah und ohne Zeitfenster. 
So wurde es immer dunkler.  Die Sonnen tauchte auf der einen Seite unter und schon war auf der anderen Seite die erste Helligkeit zu ahnen. So wenig Dunkelheit gibt es im Moment.


Wir kuschelten uns in unsere Schlafsäcke murmelten und erzählten noch ein wenig unter jedem Tarp und schliefen. Nachts bellten zwei Rehböcke und ein paar Raben hatten eine Unterhaltung - sonst war es ruhig in dieser so besonderen Regennacht.


Am Morgen tranken wir Tee von Brombeerblättern die am Waldrand wuchsen, frühstückten und hatte eine gemeinsame Meditation im Wald und dann zogen wir wieder zurück.
Im Wald zu übernachten ist ein Abenteuer. Für manche von uns war es des erste Mal. Gefallen hat es uns allen. Müde und glücklich war ich froh noch einen Tag bei Jana bleiben zu dürfen. Auszuschlafen, zu erzählen, Bettina kennen zu lernen, Rezepte zu tauschen und voneinander zu lernen.

Was ist das nur für eine besondere Mittsommerzeit. Die Zeit der Fülle und der ausgelassenen Fröhlichkeit. Und doch ist da so viel ernsthaftes, so viel zu fühlen und zu denken und zu lauschen.
Geht dir das auch so in diesem Jahr?

Donnerstag, 18. Juni 2020

Vom Mut längst gewohntes wieder zu entdecken

Morgen mache ich frei. Dann habe ich ein langes Wochenende und kann was unternehmen.


Das ist gut, denn Morgen habe ich was vor. Ich werde mich mit meiner Frauen-Jahres-Gruppe treffen um Mittsommer zu feiern. All die Dinge von denen ich weiß das wir sie vorhaben klingen abenteuerlich und verbindend und stärkend und gut. 
Was freue ich mich darauf alle Frauen nach dieser ganzen langen Pause wiederzusehen. Im richtigen Leben und nicht nur auf dem Bildschirm.
Für diese Treffen reise ich zu Jana nach Mecklenburg. Ich brauche also ein bisschen Zeit für die Anreise und dann auch wieder ein bisschen Zeit um wieder zu Hause anzukommen.


Es wird ein Wochenende ohne Mails, ohne Wolle sicher nicht, die reist mit mir mit. Man weiß ja nie wann und wo man noch ein paar Reihen stricken kann.

Und es wird meine erste Reise nach dieser "wir bleiben zu Hause"-Zeit und alles ist erstmal wieder ungewohnt.
Sachen packen - ungewohnt - was brauche ich? wirklich?
Allein so weit fahren - ungewohnt. 
Picknick packen - ungewohnt - wo ist noch gleich die Dose? ach ...
und wann fahre ich los? Wie lange werde ich unterwegs sein?
So schnell geht das also. Die Forscherin in mir schaut ganz genau. 
Ich brauche Mut um los zugehen.
Dann werde ich also mutig sein. 
Ich bin vorfreudig und gespannt auf die nächsten Tage.
Habt eine schöne Zeit und wagt was gewagt werden will. 

Herzlich, Christine

Samstag, 13. Juni 2020

Ein Jahr nach meiner Waldzeit-Visionssuche

Im letzten Jahr um dieses Zeit war ich im Uma Institut im Wendland zu meiner Waldzeit-Visionssuche.


Heute vor einem Jahr hatte ich noch keine Ahnung wie und wo mein Platz sein würde um 4 Tage allein und fastend im Wald zu verbringen.
Ich hatte keine Ahnung wie es sein würde - 4 Tage und Nächte allein mit mir zu sein. 4 Tage und Nächte allein im Wald zu sein war eine irre Vorstellung. Ganz allein ist man da ja nie. Vor einigen von denen die im Wald wohnen hatte ich Angst, vor einigen Respekt und auf andere freute ich mich. Hasen und Rehen wären toll, dachte ich. Wildschweine dürfen gern woanders leben in diesen Tagen und Zecken sind echt zu gar nichts nütze...hach.
Dann gibt es da ja auch Wetter im Wald und gefastet hatte ich auch noch nie, aber wenn es sein muss, dann muss es sein.
Und so packte ich meine Sachen und zog los.


Ich war soooo gespannt auf diese Zeit. Darauf was ich erleben würde und darauf was danach in meinem Leben passieren könnte. Also, mal angenommen ich würde mir erlaube das sich etwas ändern darf.


Die Reise dauerte 12 Tage, mit Vor- und Nachbereitung. Ich bin tief eingetaucht und hatte es gut mit mir. Alle Wesen da im Wald waren außerordentlich freundlich, ich hatte Sonnenschein und kurze Nächte, Vögel die mich einfach sein ließen und jeden Tag ein bisschen näher kamen. Wir waren Freunde. Die Bäume rauschten mir ein Schlaflied und es regnete kein bisschen. Mein Schlafsack war viel zu warm und das Fasten ging einfach wie von selbst.
Mein Platz war sicher und gut. 
Ich habe mich nie so verbunden mit dieser Erde gefühlt wie in diesen Tagen und Nächten in denen ich so direkt auf der Erde war. Unmittelbar. Nur durch eine Plane und eine Isomatte getrennt. Nie so verbunden mit dem Himmel, der so direkt über mir war, nur selten schlüpfte ich unter mein Tap, sonst schaute ich in die Weite über mir. Ich fühlte mich nie so verbunden mit Bäumen, Moos, Gräsern und Blumen. Nie so gemeinsam mit all den Tieren, den kleinen Käfern, Mücken, Fliegen, Vögeln, Hasen und Rehen. Wenn ich abends das Bellen der Rehe hörte ... hach.. wir gehören alle zusammen.
Und ich verstand ein bisschen was von Zeit.
Zeit ist. Immer. Sie wird nicht schneller und sie wird nicht langsamer. Sie ist. Ich habe sie und du hast sie. Was wir damit machen, mit unserer Zeit auf dieser Erde, das ist es was wir beeinflussen können.
Ich fand Schätze und bekam Federn geschenkt. Übte das Loslassen und lernte mich als Schatzfinderin zu feiern.
So verbunden, beschenkt, durchlässig und weich kam ich nach Hause.
Was würde werden? 
Ein guter Plan war einfach in das Neue hineinzuleben. Ohne zu wissen was kommt. 
Sich ändern lassen was sich ändern will. 
Langsam. Forschend. Leise.

Ich begann Wolle zu färben wann es aus mir heraus gut ist und was aus mir heraus gut werden will. 
Schönes in die Welt zu schicken ist reine Freude.
Ich begann eine Gärtnerin zu werden, langsam wird es dem Rasen hinter dem Haus ein Gemüsegarten - es hat ja Zeit zu wachsen.
Und ich werde ein Seelenzentrierter Coach. Meine Ausbildung hat schon angefangen und Ende August reise ich zum ersten Mal in die Schweiz. Sowas. Manchmal bin ich selbst überrascht.
So lerne ich weiter vom Leben und gehen den Weg meines Herzen.

Herzlich,
Christine

Dienstag, 4. Februar 2020

Vom Jahreskeis, Imbolc und der unbeschriebenen Zeit

Ich mag diese feine Zeit am Morgen. Dann wenn es noch ruhig ist im Haus, die Frau Hund noch schläft und falls schon jemand außer mir wach ist, genießen auch sie die Ruhe.
Ich mag diese feine Zeit, die noch wie ein unbeschriebenes weißes Blatt ist. 


Ich mag diese Zeit auch im Jahr. Jetzt kommt das Licht zurück, jetzt wacht das Leben wieder auf. Jetzt rüht sich ganz leise das was wachsen will. 
Ich habe eine Ahnung. Ich schmiede Pläne. Ich träume und wünsche.

Am Wochenende war ich in meiner Frauenjahreskreisgruppe um gemeinsam die Zeitqualität zu erspüren, zu erleben, zu genießen und zu feiern.
Wir räucherten zusammen und eröffneten den Kreis, aßen gemeinsam und tauschten uns aus, schnitten Binsen und flochten gemeinsam Brigid-Kreuze zum Schutz für Häuser und Wohnungen. Wir sprachen in der Redestabrunde aus dem Herzen von dem was uns bewegt, hörten uns bewusst zu und wir beflüsterten weiße Kerzen mit Gutem für das ganze Jahr. 
Dieses gemeinsam sein tut so gut und ich bin sehr dankbar für diesen Kreis von Frauen.


Am nächsten Morgen holte ich mir zwei weiße Blumensträuße und nahm sie mit nach Hause. 
Einer steht neben meiner Kerze und dem Brigid-Kreuz. Noch ein bisschen dürfen sie hier so zusammen stehen und mich an das fast noch unbeschriebene Blatt dieses Jahres erinnern. Dann werde ich das Kreuz zum Schutz und Segen für das Haus und alle dir darinnen sind über die Tür hängen. Ein Jahr wird es dort bleiben.
Möge es für Dich und für mich ein gutes Jahr sein.

Samstag, 23. Dezember 2017

Wintersonnenwende und jetzt ist Ruhe

Das Wintersonnenwendefeuer brannte. Ich versuchte in der Ruhe anzukommen um dann in Stille zu bleiben. Meine Güte ist das schwer vom Leben in so viel Arbeit, die gründlich und schnell zu erledigen ist, auf den Punk in der Ruhe zu landen. 


Mir gelang es nicht, ich übe weiter und nehme mir Zeit dafür.
Ab heute werde ich den Rechner wegstellen. Alle Mails beantworte ich gern am 27.12. Dann packen wir auch noch mal Pakete und verschicken diese.
In der Zeit zwischen den Jahren, wird es hier ruhiger sein. Die Färbetöpfe stehen still und ich werde mir Zeit nehmen zu lauschen, zu stricken, zu lesen, zu träumen und langsam zu sein.

Ich freue mich sehr, dass so viele der Adventskalenderpakete noch rechtzeitig angekommen sind, dass sie gefallen und Freude bereiten.
Es tut mir sehr Leid für alle, denen das wichtig gewesen ist und deren Pakete es nicht schafften.
Wir werden klären wo eure Wolle ist. Schreibt mir bitte ein Mail (shop@dorneroeschenwolle.de) und wir schauen dann am 27.12. danach.


Vielen Dank für jede eurer lieben Mails und Fotos auf Ravelry und Instagram und Facebook und über jeden Kommentar. Die machen mich glücklich und freuen mich sehr.
Und jetzt wünsche wir, Malte und ich, euch ein schönes Weihnachtsfest mit ganz viel gemütlicher Zeit zum Stricken oder wozu ihr so Lust habt.

Mittwoch, 1. November 2017

Samhain

Mein Samhainfeuerchen war ein wildes.


Geplant war es ganz ruhig. Ich wollte in die Dunkelheit lauschen. Das geht am einfachsten wenn ich allein mit mir an meinem Feuer sitzen. So hatte ich einen feinen Abend, räucherte, aß meine Suppe an meinem Feuer und lud dazu all die Ahninnen ein. Lauschte in die Stille der Nacht und hörte den Wind in den Bäumen mit den letzen noch verbliebenen Blättern rascheln und schaute in die wilden tanzenden Flammen meines Feuers.
Allein und doch nicht allein.
Als das Feuer fertig war kam der Regen.

Und weil meine Kürbissuppe sehr lecker war, schreibe ich hier das Rezept auf:

4 Zwiebel in würfeln und mit
1 Teel. rote Currypaste in etwas Öl anschmirgeln,
6 Möhren in Stücke schneiden, 
1 Knoblauchzehe zerkleinern und 
1,5 kg Kürbisfleisch in Stücken mit in in den Topf geben. 
Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel gemahlenen Ingwer dazu.
500 ml Wasser in den Topf und alles umrühren und etwa 20 Minuten köcheln lassen.
Dann ist das Gemüse weich.
Alles pürieren und 
1 Dose Kokosmilch dazu.
1 Orange pressen und den Saft dazu tun.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Noch mal aufkochen und genießen.

Das Kürbisfleisch bekam ich von den Nachbarkindern geschenkt, die es aus einem riesigen Kürbis schälten, der nun ein geschnitzter ist. Schön!