Mittwoch, 1. Juli 2020

Mehrwertsteuersenkung, Wolle und das Vergnügen

Ja, die Mehrwertsteuer ist gesenkt. 
Ich gebe diese 3% im Dornröschenwolle-Shop direkt an Euch weiter. Das gilt für alle Produkte und auch für die Versandkosten deutschlandweit.




So ist das gedacht uns so machen wir das. Genau wie wir eben Masken tragen und große Menschenmengen meiden und all diese Dinge. Einfach weil wir ein WIR sind und zusammen weitergehen.
Ich bin gespannt ob aufgeht was man sich dabei dachte. "Wir wollen alle Bürgen ermuntern, mögliche Kaufentscheidungen nicht hinauszuschieben" sagte der Finanzminister Scholz.
Hey, bitte! Lasst diese Kaufentscheidungen umweltfreundlich, enkeltauglich und gut für uns und unsere Mitgeschöpfe sein!
Lasst es bei diesen Kaufentscheidungen um allerschönste, nachhaltige Wolle gehen, aus der wir dann gemütlich und voller Freude Kleidung stricken, die wir lange tragen und wirklich lieben. Dann, ja dann ist da eine Menge richtig gelaufen.
Nicht alle meine Lieferanten ändern ihre Preise entsprechend. Manche spenden die Differenz an gut ausgewählte Organisationen, die das bestimmt gebrauchen können. Ich mag nur so gern selbst entscheiden wann und wie viel ich an wen spende. So kann ich das nicht. So entscheiden sie. Das möchte ich nicht für Euch, die Ihr bei mir im Dornröschenwolle-Shop einkauft.
Na klar könnte ich diese 3 % gut gebrauchen. Auch wenn es erstmal nur kleine Beträge sind - das summiert sich doch. Ich habe Pläne und möchte den Dornröschenwolle-Shop weiter auf- und ausbauen und noch einige neue Garne dazu nehmen. Und doch fühlt sich das für mich nicht richtig an dieses Geld einfach zu behalten.
Deshalb: Lasst uns zusammen gehen. Lasst uns Wolle kaufen und Freude daran haben. Lasst uns die Schönheit der Garne genießen und Kaufentscheidungen JETZT treffen. Wolle kann man ja nie genug haben! Und lasst uns Stricken oder Häkeln was das Zeug hält. Für ein schöneres, nachhaltigeres Leben und eine schönere, enkeltaugliche Welt.
Auf diese Weise Kleidung selbst herzustellen ist doch wohl das schönste Hobby das man haben kann!
So wünsche ich Euch viel Freude mit diesen lustigen Preisen und viel Freude beim Aussuchen der Garne, viel Freude beim Bestellen und Paket bekommen und Auspacken und Stricken (oder Häkeln, Häkeln geht auch.)
Herzlich, Christine

Freitag, 26. Juni 2020

Garngeflüster 21

Das Garngefüster 21 ist online und im Dornröschenwolle-Wolle-Blog zu lesen.


Ich erzähle von den frisch gefärbten Sock Blanks, dem Lace Garn von Lang (Mohair und Seide und ein Flausch-Hauch-Traum), von Strickideen, Bio-Baumwolle und das der Mittsommer-Rabatt von 10 % auf alle Bio-Merinowolle-Garne von Rosy Green Wool noch bis mit den 29. Juni 2020 um 12 Uhr mittags gilt (Rabatt Code: Mittsommer20)
uuuund... Es ist Sommer!
In den nächsten Wochen werde ich keine Werkstattladen-Öffnungszeiten anbieten.
Du kannst Deine Wolle einfach online bestellen. Wenn Du Deine bestellten Schätze abholen möchtest, gib mir kurz Bescheid. Kontaktloses Abholen ist jederzeit möglich.
Für den Sommer und meine Kreativität werde ich in den nächsten Wochen das Beantworten der Mails und Packen der Pakete zusammenfassen. So kann es sein, das Du auf eine Antwort ein bisschen länger warten musst als gewohnt. Ich werde sicher spätestens innerhalb von 72 Stunden antworten. 
Auch das Versenden der Pakete kann ein bisschen länger dauern.
Lass uns den Sommer feiern!

Herzlich,
Christine

Donnerstag, 25. Juni 2020

Ein Pulli im Sommer - alles braucht seine Zeit

und dann stricke ich mir einen Pullover, beschloss ich vor 3 Wochen. Aus welcher Wolle wusste ich und eine Strickanleitung die man unbedingt ausprobieren muss fand sich auch.


Die Wolle ist meine allerliebste Bio-Merinowolle, die "Cheeky Merino Joy" von Rosy Green Wool. Die Farbe ist eine der ganz neuen. "Woge" heiß sie und ist sehr geheimnisvoll. So ein bisschen zwischen dunklem Blau und Lila - auf jeden Fall sehr schön. 
Die Strickanleitung ist "Four" von Nicola Susen. Sie hält was sie verspricht - maximale Freiheit! Sie ist so toll und einfach und nicht langweilig. Es wird eine Pulli-Tunika in A-Form. Die wird mir gut stehen und zu all meinen Kleider passen und ich freue mich schon darauf sie an kühlen Sommerabenden zu tragen.
Ich mag mein Projekt und ich möchte diesen Pulli haben.

Vielleicht sollte ich noch erzählen dass ich voll gern stricke. Immer! Und ich stricke gern schnell mal was fertig.
Für meine Töchter z.B. strickte ich schon eine Menge Pullis in diesem Jahr und eine Menge Tops. Das erzähle ich dann mal extra.

Jetzt aber stricke ich langsam. Viel zu langsam für meine Ungeduld.
Ich stricke morgens 1 Runde. Wirklich 1 Runde - mehr nicht. Vorher mache ich ein Foto für Euch und zeige das auf Instagram. Dann Stricke ich eine Runde und dann laufe ich Kaffee trinkend durch den Garten und bewundere die Tomaten und die Gurken und den Kohlrabi und die Erbsen und den Salat und die Ringelblumen und die Bohnen und die Rosen und dann, wenn alles bewundert ist, ist der Kaffee getrunken und die Frau Hund will raus.


Am Tag habe ich keine Zeit zum Stricken. Da will all das andere getan werden und so freue ich mich auf den Abend. Die Abende sind ja so lange hell im Moment und soooo schön und voll doll Sommer.
Und so schnappte ich mir abends die Frau Hund um mit ihr und dem Mann eine lange Runde durch die Felder und Wiesen zu stromern. Vorbei an den Kiesteichen, ein Stück durch den Wald und dann nach Hause. Danach saßen wir noch lange quatschend im Garten bis es so spät war, dass an Stricken nicht zu denken war. Ich wäre einfach eingeschlafen.
So kommt der nächste Morgen. Mit Kaffee und Strickprojekt im Garten. 1 Runde geht ja jeden Morgen.

Wenn da nicht meine Ungeduld wäre, wäre alles gut.
Schau ich mir also meine Pflanzen an. Da hilft Ungeduld gar nicht. Die brauchen ihre Zeit.
Und genau wenn ich das verstanden habe, wachsen sie mit riesen Schwung.
Vielleicht geht es meinem Pulli auch so?
Ich werde es geduldig ausprobieren.

Wenn Du auch so einen Pulli stricken möchtest:
 HIER geht es zu der Kaufanleitung "Four" (auch auf deutsch) von Nicola Susen auf Ravelry (wenn du Probleme mit Ravelry hast - ich helfe gern!)
Ich plane für diese Pulli-Tunika in Gr. 44-46 6 Stränge ein und stricke mit 3,0er Nadeln (ich sticke sehr locker, wenn Du fest strickst nimm besser eine dickere Nadel 3,5 sollte gut passen)
Alle Garne von Rosy Green Wool sind Bio-Garne und nach GOTS zertifiziert, soooo weich und einfach nur toll.
Bis Montag, den 29.06.2020 sind sie noch 10% günstiger im Preis. Der Rabatt Code ist: Mittsommer20.
Meine täglichen Fotos kannst Du HIER auf Instagram sehen.

Herzlich,
Christine

Dienstag, 23. Juni 2020

Mittsommerzeit - Sommersonnenwende - Jahreskreis - Frauenkreis

Am letzten Wochenende reiste ich nach Mecklenburg um mit meiner Frauenjahreskreisgruppe Mittsommer zu feiern. Sommersonnenwende. Jetzt schon? Huch.
Ich fuhr bei strahlendem Sonnenschein los und kam bei Regen an.
Sommersonnenwende mit Regen im Wald - so würden wir also feiern.


Wir räucherten und trommelten und waren nach all der "wir-bleiben-zu-Hause"- Zeit wieder gemeinsam. Verbunden mit uns, mit all den guten Kräften im rituellen Raum und in der Frauengruppe. 
So packten wir all den Kram den 8 Frauen brauchen um im Wald zu feiern, zu essen und über Nacht zu bleiben zusammen und zogen in den Wald, den Jana so gut für uns aussuchte.
Nachdem jede auf ihre Weise den Wald begrüßt hatte, spannten wir die Tarps zwischen die Bäume, rollten Matten und Schlafsäcke aus um gut bleiben zu können. Schön dass der Regen eine Pause machte.
Unser Sommersonnenwendefeuer war eine Kerze und wir gestalteten die Mitte für den Kreis unter einem der Tarps.
So vor dem Regen geschützt lässt es sich gut essen - soooo lecker und soooo viel.
Als die Dämmerung aufzog, der leichte Nieselregen tropfte und die warme Feuchtigkeit vom Boden aufstieg hatten wir unsere Redestabrunde. Wir hörten uns mit dem Herzen zu und redeten wahrhaftig aus dem Herzen. Wie gut das tut sich auf diese Weise zu begegnen. Dieses Mal endlich wieder zum berühren nah und ohne Zeitfenster. 
So wurde es immer dunkler.  Die Sonnen tauchte auf der einen Seite unter und schon war auf der anderen Seite die erste Helligkeit zu ahnen. So wenig Dunkelheit gibt es im Moment.


Wir kuschelten uns in unsere Schlafsäcke murmelten und erzählten noch ein wenig unter jedem Tarp und schliefen. Nachts bellten zwei Rehböcke und ein paar Raben hatten eine Unterhaltung - sonst war es ruhig in dieser so besonderen Regennacht.


Am Morgen tranken wir Tee von Brombeerblättern die am Waldrand wuchsen, frühstückten und hatte eine gemeinsame Meditation im Wald und dann zogen wir wieder zurück.
Im Wald zu übernachten ist ein Abenteuer. Für manche von uns war es des erste Mal. Gefallen hat es uns allen. Müde und glücklich war ich froh noch einen Tag bei Jana bleiben zu dürfen. Auszuschlafen, zu erzählen, Bettina kennen zu lernen, Rezepte zu tauschen und voneinander zu lernen.

Was ist das nur für eine besondere Mittsommerzeit. Die Zeit der Fülle und der ausgelassenen Fröhlichkeit. Und doch ist da so viel ernsthaftes, so viel zu fühlen und zu denken und zu lauschen.
Geht dir das auch so in diesem Jahr?

Donnerstag, 18. Juni 2020

Vom Mut längst gewohntes wieder zu entdecken

Morgen mache ich frei. Dann habe ich ein langes Wochenende und kann was unternehmen.


Das ist gut, denn Morgen habe ich was vor. Ich werde mich mit meiner Frauen-Jahres-Gruppe treffen um Mittsommer zu feiern. All die Dinge von denen ich weiß das wir sie vorhaben klingen abenteuerlich und verbindend und stärkend und gut. 
Was freue ich mich darauf alle Frauen nach dieser ganzen langen Pause wiederzusehen. Im richtigen Leben und nicht nur auf dem Bildschirm.
Für diese Treffen reise ich zu Jana nach Mecklenburg. Ich brauche also ein bisschen Zeit für die Anreise und dann auch wieder ein bisschen Zeit um wieder zu Hause anzukommen.


Es wird ein Wochenende ohne Mails, ohne Wolle sicher nicht, die reist mit mir mit. Man weiß ja nie wann und wo man noch ein paar Reihen stricken kann.

Und es wird meine erste Reise nach dieser "wir bleiben zu Hause"-Zeit und alles ist erstmal wieder ungewohnt.
Sachen packen - ungewohnt - was brauche ich? wirklich?
Allein so weit fahren - ungewohnt. 
Picknick packen - ungewohnt - wo ist noch gleich die Dose? ach ...
und wann fahre ich los? Wie lange werde ich unterwegs sein?
So schnell geht das also. Die Forscherin in mir schaut ganz genau. 
Ich brauche Mut um los zugehen.
Dann werde ich also mutig sein. 
Ich bin vorfreudig und gespannt auf die nächsten Tage.
Habt eine schöne Zeit und wagt was gewagt werden will. 

Herzlich, Christine

das Garngeflüster #20 ist online



Ich erzähle über handgefärbte Sockenwolle, Baumwolle nicht nur für Spültücher, den Mittsommer Rabatt, einem schönen Tuch und der passenden Strickanleitung und wie die Dornröschenwolle im Werkstattlädchen besuchen kannst.
Viel Freude beim Lesen. HIER kommst Du direkt dort hin.

Samstag, 13. Juni 2020

Ein Jahr nach meiner Waldzeit-Visionssuche

Im letzten Jahr um dieses Zeit war ich im Uma Institut im Wendland zu meiner Waldzeit-Visionssuche.


Heute vor einem Jahr hatte ich noch keine Ahnung wie und wo mein Platz sein würde um 4 Tage allein und fastend im Wald zu verbringen.
Ich hatte keine Ahnung wie es sein würde - 4 Tage und Nächte allein mit mir zu sein. 4 Tage und Nächte allein im Wald zu sein war eine irre Vorstellung. Ganz allein ist man da ja nie. Vor einigen von denen die im Wald wohnen hatte ich Angst, vor einigen Respekt und auf andere freute ich mich. Hasen und Rehen wären toll, dachte ich. Wildschweine dürfen gern woanders leben in diesen Tagen und Zecken sind echt zu gar nichts nütze...hach.
Dann gibt es da ja auch Wetter im Wald und gefastet hatte ich auch noch nie, aber wenn es sein muss, dann muss es sein.
Und so packte ich meine Sachen und zog los.


Ich war soooo gespannt auf diese Zeit. Darauf was ich erleben würde und darauf was danach in meinem Leben passieren könnte. Also, mal angenommen ich würde mir erlaube das sich etwas ändern darf.


Die Reise dauerte 12 Tage, mit Vor- und Nachbereitung. Ich bin tief eingetaucht und hatte es gut mit mir. Alle Wesen da im Wald waren außerordentlich freundlich, ich hatte Sonnenschein und kurze Nächte, Vögel die mich einfach sein ließen und jeden Tag ein bisschen näher kamen. Wir waren Freunde. Die Bäume rauschten mir ein Schlaflied und es regnete kein bisschen. Mein Schlafsack war viel zu warm und das Fasten ging einfach wie von selbst.
Mein Platz war sicher und gut. 
Ich habe mich nie so verbunden mit dieser Erde gefühlt wie in diesen Tagen und Nächten in denen ich so direkt auf der Erde war. Unmittelbar. Nur durch eine Plane und eine Isomatte getrennt. Nie so verbunden mit dem Himmel, der so direkt über mir war, nur selten schlüpfte ich unter mein Tap, sonst schaute ich in die Weite über mir. Ich fühlte mich nie so verbunden mit Bäumen, Moos, Gräsern und Blumen. Nie so gemeinsam mit all den Tieren, den kleinen Käfern, Mücken, Fliegen, Vögeln, Hasen und Rehen. Wenn ich abends das Bellen der Rehe hörte ... hach.. wir gehören alle zusammen.
Und ich verstand ein bisschen was von Zeit.
Zeit ist. Immer. Sie wird nicht schneller und sie wird nicht langsamer. Sie ist. Ich habe sie und du hast sie. Was wir damit machen, mit unserer Zeit auf dieser Erde, das ist es was wir beeinflussen können.
Ich fand Schätze und bekam Federn geschenkt. Übte das Loslassen und lernte mich als Schatzfinderin zu feiern.
So verbunden, beschenkt, durchlässig und weich kam ich nach Hause.
Was würde werden? 
Ein guter Plan war einfach in das Neue hineinzuleben. Ohne zu wissen was kommt. 
Sich ändern lassen was sich ändern will. 
Langsam. Forschend. Leise.

Ich begann Wolle zu färben wann es aus mir heraus gut ist und was aus mir heraus gut werden will. 
Schönes in die Welt zu schicken ist reine Freude.
Ich begann eine Gärtnerin zu werden, langsam wird es dem Rasen hinter dem Haus ein Gemüsegarten - es hat ja Zeit zu wachsen.
Und ich werde ein Seelenzentrierter Coach. Meine Ausbildung hat schon angefangen und Ende August reise ich zum ersten Mal in die Schweiz. Sowas. Manchmal bin ich selbst überrascht.
So lerne ich weiter vom Leben und gehen den Weg meines Herzen.

Herzlich,
Christine