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Mittwoch, 19. August 2020

auf dem Weg um Seelenzentrierter Coach zu werden

Morgen fahre ich zum ersten Mal in die Schweiz, nach Oberhofen am Thunersee. Am Freitag startet dort das erste Wochenende in meiner Ausbildung zur seelenzentrierten Coachin.

Ich bin so aufgeregt und voller Vorfreude und zappel hier so rum und brauchte viel länger zum Packen als ich mir eingestehen möchte. Vielleicht sollte ich eine Packliste schreiben, denn das ist ja erst das erste Wochenende das ich in der Schweiz verbringen werde, dann habe ich es beim nächsten Mal leichter mit dem Packen. Nur sind Listen und ich keine Freunde, also lasse ich das erstmal. 

Die Wolle für unterwegs ist ausgesucht, jetzt gleich werde ich wickeln. Ich werde also etwas Neues beginnen, auch beim Stricken. Das fühlt sich gut an. So ist die Bahnfahrt gut genutzt und ich zappel mich strickend bis an den Thunersee. Da kann man was schaffen.

Alles was ich bis jetzt in dieser Ausbildung lesen und erforschen durfte und dort wo ich das seelenzentriete Coaching selbst erfahren habe, war es genau meins, genau gut und sooo wertvoll. Jetzt also bin ich auf dem Weg all das zu lernen um dann selbst eine seelenzentrierte Coachin zu sein.

Die Woll-Werkstatt muss keine Pause machen. Ich bin ja nur ein paar Tage unterwegs. Alle Bestellungen werde ich am Dienstag bearbeiten. Ich freue mich über jedes Woll-Paket das ich auf die Reise schicken darf. Wollfreude verbreiten ist toll! 

Bis dahin! Genießt die Zeit! Strickt was Schönes! Schaut im Dornröschenwolle-Online-Shop vorbei, da gibt es einen neuen Pulli und Wollpakete. 

Herzlich, Christine

Montag, 10. August 2020

Jahresfest - Lughnasadh oder Lammas oder Schnitterfest

Seit einiger Zeit feiere ich die Jahresfeste im Kreis meiner Frauengruppe. Wir treffen uns bei Jana in Nord-West-Mecklenburg für einen Abend in Verbundenheit.

Am letzen Freitag feierten wir Lughnasadh oder Lammas oder SchnitterInnenfest. Das ist das erste Erntefest. Das Korn wird geschnitten, die Beeren sind schon geerntet und wir sind dankbar für all das was da gewachsen ist um uns zu nähren. Es ist die Zeit der großen Fülle, die uns auch an das Vergängliche erinnert. Geerntet ist geerntet. Es ist gewachsen und geworden was geworden ist. 

Nach einem guten Essen unterm Apfelbaum neben Janas Jurte zogen wir mit unseren Trommeln und Rassel, Sitzkissen und gesammeltem Räucherwerk auf ein Kornfeld. Es war bereits abgeerntet und gerade umgepflügt und ein wirklich schöner Platz um zu danken, unsere Kräuter zu weihen und gemeinsam zu sein.

Wir hatten eine Redestabrunde. Wahrhaftiges durfte aus dem Herzen gesprochen und geteilt werden. Wo stehen wir in dieser Zeit? Was ist gut gewachsen in diesem Jahr? Was braucht noch etwas? Und was war nicht gut? Was will ich im nächsten Jahr mehr pflegen und wo setzt ich gerade jetzt einen klaren Schnitt. Dafür ist gerade diese Zeit gut. Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte finden ist wichtig.

Die Vögel zogen ihre Runde über uns, ein Reh schaute rüber und wir hörten das Bellen der Rehböcke. Wir waren getragen von der Erde, über uns die Weite des Himmels und so sehr verbunden mit allen Wesen.

Als die Sonne unterging packten wir zusammen und fuhren ein bisschen weiter um im nächsten See den Abend zu beenden. Es ist so schön im Kreis dieser Frauen zu sein. Wir badeten und schwammen und sagen ein Lied bevor alle wieder fuhren. Jede nach Hause, jede für sich und doch schwesterlich verbunden.

Zwei Frauen waren an diesem Freitag verhindert. So spannend zu sehen wie sie fehlen, nicht da sind und trotzdem gefühlt mit dabei. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Fest, unsere nächste Runde und genieße es wie der Kreis hält, auch wenn ich im Alltag bin.

An diesem Freitag reist der rote "Karamo de Luxe" Pulli mit mir. Er umschmeichelt jetzt Jana und irgendwann, wenn es ein bisschen kühler ist und ich gerade wieder in Nord-West-Mecklenburg bin werden wir Fotos machen. So lange muss ein er-ist-gerade-fertig-Bild reichen und ihr müsst mir glauben das er ganz genau zu Jana passt.

Am Samstag fuhr ich dann wieder nach Hause. Ganz ohne an der Ostsee gewesen zu sein. Im Sommer zieht es mich gar nicht an den Strand.
Dann im Garten probierte ich eine meiner Beifuß-Räucher-Kugeln aus, die wir beim Trommeln und Rasseln auf dem Feld weihten.


Ich liebe dieses Duft (meine Familie eher nicht so). Er erinnert mich an meine WaldZeit-Visionssuche im letzten Jahr im Wendland. Dort räucherten wir mit Beifuß. Hier wächst er gerade überall. Wenn Du auch solche Beifuß-Räucherkugeln machen möchtest. HIER hat Jana aufgeschrieben wie das geht.

Ich werde jetzt Stricken, Langsam wird es ein wenig kühler unter meinem Lieblingsbaum im Garten und dabei träume ich mich in den See und in den Sonnenuntergang und in den Kreis der Frauen.


Hab auch Du einen schönen Abend.
Herzlich, Christine

Dienstag, 23. Juni 2020

Mittsommerzeit - Sommersonnenwende - Jahreskreis - Frauenkreis

Am letzten Wochenende reiste ich nach Mecklenburg um mit meiner Frauenjahreskreisgruppe Mittsommer zu feiern. Sommersonnenwende. Jetzt schon? Huch.
Ich fuhr bei strahlendem Sonnenschein los und kam bei Regen an.
Sommersonnenwende mit Regen im Wald - so würden wir also feiern.


Wir räucherten und trommelten und waren nach all der "wir-bleiben-zu-Hause"- Zeit wieder gemeinsam. Verbunden mit uns, mit all den guten Kräften im rituellen Raum und in der Frauengruppe. 
So packten wir all den Kram den 8 Frauen brauchen um im Wald zu feiern, zu essen und über Nacht zu bleiben zusammen und zogen in den Wald, den Jana so gut für uns aussuchte.
Nachdem jede auf ihre Weise den Wald begrüßt hatte, spannten wir die Tarps zwischen die Bäume, rollten Matten und Schlafsäcke aus um gut bleiben zu können. Schön dass der Regen eine Pause machte.
Unser Sommersonnenwendefeuer war eine Kerze und wir gestalteten die Mitte für den Kreis unter einem der Tarps.
So vor dem Regen geschützt lässt es sich gut essen - soooo lecker und soooo viel.
Als die Dämmerung aufzog, der leichte Nieselregen tropfte und die warme Feuchtigkeit vom Boden aufstieg hatten wir unsere Redestabrunde. Wir hörten uns mit dem Herzen zu und redeten wahrhaftig aus dem Herzen. Wie gut das tut sich auf diese Weise zu begegnen. Dieses Mal endlich wieder zum berühren nah und ohne Zeitfenster. 
So wurde es immer dunkler.  Die Sonnen tauchte auf der einen Seite unter und schon war auf der anderen Seite die erste Helligkeit zu ahnen. So wenig Dunkelheit gibt es im Moment.


Wir kuschelten uns in unsere Schlafsäcke murmelten und erzählten noch ein wenig unter jedem Tarp und schliefen. Nachts bellten zwei Rehböcke und ein paar Raben hatten eine Unterhaltung - sonst war es ruhig in dieser so besonderen Regennacht.


Am Morgen tranken wir Tee von Brombeerblättern die am Waldrand wuchsen, frühstückten und hatte eine gemeinsame Meditation im Wald und dann zogen wir wieder zurück.
Im Wald zu übernachten ist ein Abenteuer. Für manche von uns war es des erste Mal. Gefallen hat es uns allen. Müde und glücklich war ich froh noch einen Tag bei Jana bleiben zu dürfen. Auszuschlafen, zu erzählen, Bettina kennen zu lernen, Rezepte zu tauschen und voneinander zu lernen.

Was ist das nur für eine besondere Mittsommerzeit. Die Zeit der Fülle und der ausgelassenen Fröhlichkeit. Und doch ist da so viel ernsthaftes, so viel zu fühlen und zu denken und zu lauschen.
Geht dir das auch so in diesem Jahr?

Sonntag, 1. Oktober 2017

Ein Regenbogen-Chakren-Halstuch

Jetzt ist dieses Tuch mein allerliebstes. Ich trage es einfach immer und es passt zu allen meinen Sachen und zu mir.


Es ist lang und ich kann es mehrfach um den Hals wickeln, was die Farben noch bunter und fröhlicher erscheinen lässt.


Die Idee mir genau so ein Tuch für die dunkle Jahreszeit zu stricken hatte ich schon irgendwann im Sommer, nur Zeit dafür hatte ich keine.
Dann, beim letzten Wollfärbeworkshop in der Dornröschenwollewerkststatt, war Zeit und Raum und Wolle und Wickler und Haspel und Krubelstrickmaschine und Farben - eben alles was es braucht - reichlich vorhanden und ich nutze die Gelegenheit.
Während Malte und die Workshopteilnehmerinnen gut beschäftigt waren ihre eigenen Werke entstehen zu lassen, wickelte und kurbelte ich 200g Dornröschens Merinowolle zu einem doppelfädigen Sock Blank, rührte Farben an und schleppte alles nach draußen auf den Hof und färbte mir die Wolle für mein buntes Regenbogen-Chakren-Halstuch.


Fixieren und Spülen und trocknen das Sock Blanks dauerte mir schon fast zu lange, dann endlich hatte ich diesen bunten doppelt gestrickten Merinowolleschlauch.


Ich ribbelte ihn und wickelte beide Fäden einzeln zu Knäulen.


und dann mit dem Wollwickler zu diesen beiden Bobbeln.


Dann strickte ich den ersten Bobbel aus der Mitte und damit mein Tuch bis zur Mitte und den zweiten Bobbel verstrickte ich von außen für die zweite Hälfte meines Tuchs.
Das Tuch ist einfach glatt rechts gestrickt und klar rollt es sich an den Rändern. Ich mag das sehr, es passt dazu.
Ich begann mit 10 Maschen, strickte 15 cm um dann durch Zunahme aus dem Querfaden vor der letzten Masche in jeder 4.Reihe bis zur Mitte (und bis der erste Bobbel verstrickt war) und dann durch Zusammenstricken der vorletzen beiden Maschen in jeder 4. Reihe bis ich wieder 10 Maschen auf den Nadeln hatte mit denen ich dann noch die letzen 15 cm zu stricken bis eben alle Wolle verstrickt war, ein langes dreieckiges Halstuch zu erhalten. Ich strickte mit 5er Nadeln. Jetzt fällt das Tuch sehr locker.



Es hat zwei genau gleiche Hälften und ist spiegelgleich, wenn man es in der Mitte faltet. Das mach ich aber gar nicht. Ich trage es, ständig, immer, andauernd.
Die Merinowolle mag ich so und so gern am Hals und diese Farben und Farbverläufe mag ich und es passt zu meinem schwarzen Kleid und zu dem Grauen und zu dem Roten und zu dem Grünen und zu den Blauen auch. Hach.
Die Wolle, falls du auch so ein Tuch stricken möchtest, kannst du dir bei einem Wollfärbeworkshop in der Dornröschenwollewerkstatt färben.
Wir bieten diesen Abendworkshop am Donnerstag, den 12.10.2017 extra dafür an. Malte und ich werden gemeinsam in der Werkstatt sein und mit euch so einen Strickschlauch zu färben.
Und dann kannst du stricken und hast auch so ein Lieblingshalstuch.