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Donnerstag, 16. Juni 2022

Uppsala ist eine Reise wert

wenn die Tochter in Uppsala studiert, liegt das näher als man so allgemein denken würde eine Reise dahin zu machen. Einfach mal sehen wie sie wohnt und wie es in der Stadt ist und ob es ihr gut geht.

Also flogen wir, der Mann an meiner Seite und ich, bei allerschönstem Wetter für ein paar Tage nach Schweden um viel zu erleben und den Geburtstag meiner Tochter mit ihr gemeinsam zu verbringen.


Wir bestaunten den Dom und das Schloss und genossen die Stadt. Uppsala ist schön, genau richtig groß und man kann mit dem Bus ganz fix in die Natur.


Da trifft man uralte Geschichte an jedem Grab-Hügel. Ich bin so gern an alten Kraftorten. Spüre die Geschichten der Menschen die vor mir da waren. Wenn ich ganz leise bin, höre ich sie flüstern. 


So auch im alten Uppsala, da wo die großen Grab-Hügel sind. Da wo man nicht so genau weiß wer dort begraben ist. Wo sich Geschichten und Geschichte treffen. Wir trafen Musiker mit alten Instrumenten, entspannte Menschen bei Kaffee und Kuchen und Spinnräder.


Ja, es zieht mich immer wieder zu Wolle und Spinnrädern. Im schönen Woll-Laden in der Stadt hätte ich so viel kaufen wollen, wenn es denn Platz im Koffer gegeben hätte. So bestaunte ich die Schätze und freute mich auf all die Wolle hier in den Regalen.
Vielleicht lockt es mich deshalb gerade wieder an mein Spinnrad. 
Wie gut das tut. Dieses alte Handwerk auszuüben, das Spinnrad surren zu lassen - verbunden mit all denen die vor mir waren und denen die nach mir kommen werden.
Im Vertrauen dass es gut ist und genau richtig JETZT zu SEIN.

Montag, 10. August 2020

Jahresfest - Lughnasadh oder Lammas oder Schnitterfest

Seit einiger Zeit feiere ich die Jahresfeste im Kreis meiner Frauengruppe. Wir treffen uns bei Jana in Nord-West-Mecklenburg für einen Abend in Verbundenheit.

Am letzen Freitag feierten wir Lughnasadh oder Lammas oder SchnitterInnenfest. Das ist das erste Erntefest. Das Korn wird geschnitten, die Beeren sind schon geerntet und wir sind dankbar für all das was da gewachsen ist um uns zu nähren. Es ist die Zeit der großen Fülle, die uns auch an das Vergängliche erinnert. Geerntet ist geerntet. Es ist gewachsen und geworden was geworden ist. 

Nach einem guten Essen unterm Apfelbaum neben Janas Jurte zogen wir mit unseren Trommeln und Rassel, Sitzkissen und gesammeltem Räucherwerk auf ein Kornfeld. Es war bereits abgeerntet und gerade umgepflügt und ein wirklich schöner Platz um zu danken, unsere Kräuter zu weihen und gemeinsam zu sein.

Wir hatten eine Redestabrunde. Wahrhaftiges durfte aus dem Herzen gesprochen und geteilt werden. Wo stehen wir in dieser Zeit? Was ist gut gewachsen in diesem Jahr? Was braucht noch etwas? Und was war nicht gut? Was will ich im nächsten Jahr mehr pflegen und wo setzt ich gerade jetzt einen klaren Schnitt. Dafür ist gerade diese Zeit gut. Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte finden ist wichtig.

Die Vögel zogen ihre Runde über uns, ein Reh schaute rüber und wir hörten das Bellen der Rehböcke. Wir waren getragen von der Erde, über uns die Weite des Himmels und so sehr verbunden mit allen Wesen.

Als die Sonne unterging packten wir zusammen und fuhren ein bisschen weiter um im nächsten See den Abend zu beenden. Es ist so schön im Kreis dieser Frauen zu sein. Wir badeten und schwammen und sagen ein Lied bevor alle wieder fuhren. Jede nach Hause, jede für sich und doch schwesterlich verbunden.

Zwei Frauen waren an diesem Freitag verhindert. So spannend zu sehen wie sie fehlen, nicht da sind und trotzdem gefühlt mit dabei. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Fest, unsere nächste Runde und genieße es wie der Kreis hält, auch wenn ich im Alltag bin.

An diesem Freitag reist der rote "Karamo de Luxe" Pulli mit mir. Er umschmeichelt jetzt Jana und irgendwann, wenn es ein bisschen kühler ist und ich gerade wieder in Nord-West-Mecklenburg bin werden wir Fotos machen. So lange muss ein er-ist-gerade-fertig-Bild reichen und ihr müsst mir glauben das er ganz genau zu Jana passt.

Am Samstag fuhr ich dann wieder nach Hause. Ganz ohne an der Ostsee gewesen zu sein. Im Sommer zieht es mich gar nicht an den Strand.
Dann im Garten probierte ich eine meiner Beifuß-Räucher-Kugeln aus, die wir beim Trommeln und Rasseln auf dem Feld weihten.


Ich liebe dieses Duft (meine Familie eher nicht so). Er erinnert mich an meine WaldZeit-Visionssuche im letzten Jahr im Wendland. Dort räucherten wir mit Beifuß. Hier wächst er gerade überall. Wenn Du auch solche Beifuß-Räucherkugeln machen möchtest. HIER hat Jana aufgeschrieben wie das geht.

Ich werde jetzt Stricken, Langsam wird es ein wenig kühler unter meinem Lieblingsbaum im Garten und dabei träume ich mich in den See und in den Sonnenuntergang und in den Kreis der Frauen.


Hab auch Du einen schönen Abend.
Herzlich, Christine

Dienstag, 23. Juni 2020

Mittsommerzeit - Sommersonnenwende - Jahreskreis - Frauenkreis

Am letzten Wochenende reiste ich nach Mecklenburg um mit meiner Frauenjahreskreisgruppe Mittsommer zu feiern. Sommersonnenwende. Jetzt schon? Huch.
Ich fuhr bei strahlendem Sonnenschein los und kam bei Regen an.
Sommersonnenwende mit Regen im Wald - so würden wir also feiern.


Wir räucherten und trommelten und waren nach all der "wir-bleiben-zu-Hause"- Zeit wieder gemeinsam. Verbunden mit uns, mit all den guten Kräften im rituellen Raum und in der Frauengruppe. 
So packten wir all den Kram den 8 Frauen brauchen um im Wald zu feiern, zu essen und über Nacht zu bleiben zusammen und zogen in den Wald, den Jana so gut für uns aussuchte.
Nachdem jede auf ihre Weise den Wald begrüßt hatte, spannten wir die Tarps zwischen die Bäume, rollten Matten und Schlafsäcke aus um gut bleiben zu können. Schön dass der Regen eine Pause machte.
Unser Sommersonnenwendefeuer war eine Kerze und wir gestalteten die Mitte für den Kreis unter einem der Tarps.
So vor dem Regen geschützt lässt es sich gut essen - soooo lecker und soooo viel.
Als die Dämmerung aufzog, der leichte Nieselregen tropfte und die warme Feuchtigkeit vom Boden aufstieg hatten wir unsere Redestabrunde. Wir hörten uns mit dem Herzen zu und redeten wahrhaftig aus dem Herzen. Wie gut das tut sich auf diese Weise zu begegnen. Dieses Mal endlich wieder zum berühren nah und ohne Zeitfenster. 
So wurde es immer dunkler.  Die Sonnen tauchte auf der einen Seite unter und schon war auf der anderen Seite die erste Helligkeit zu ahnen. So wenig Dunkelheit gibt es im Moment.


Wir kuschelten uns in unsere Schlafsäcke murmelten und erzählten noch ein wenig unter jedem Tarp und schliefen. Nachts bellten zwei Rehböcke und ein paar Raben hatten eine Unterhaltung - sonst war es ruhig in dieser so besonderen Regennacht.


Am Morgen tranken wir Tee von Brombeerblättern die am Waldrand wuchsen, frühstückten und hatte eine gemeinsame Meditation im Wald und dann zogen wir wieder zurück.
Im Wald zu übernachten ist ein Abenteuer. Für manche von uns war es des erste Mal. Gefallen hat es uns allen. Müde und glücklich war ich froh noch einen Tag bei Jana bleiben zu dürfen. Auszuschlafen, zu erzählen, Bettina kennen zu lernen, Rezepte zu tauschen und voneinander zu lernen.

Was ist das nur für eine besondere Mittsommerzeit. Die Zeit der Fülle und der ausgelassenen Fröhlichkeit. Und doch ist da so viel ernsthaftes, so viel zu fühlen und zu denken und zu lauschen.
Geht dir das auch so in diesem Jahr?

Samstag, 13. Juni 2020

Ein Jahr nach meiner Waldzeit-Visionssuche

Im letzten Jahr um dieses Zeit war ich im Uma Institut im Wendland zu meiner Waldzeit-Visionssuche.


Heute vor einem Jahr hatte ich noch keine Ahnung wie und wo mein Platz sein würde um 4 Tage allein und fastend im Wald zu verbringen.
Ich hatte keine Ahnung wie es sein würde - 4 Tage und Nächte allein mit mir zu sein. 4 Tage und Nächte allein im Wald zu sein war eine irre Vorstellung. Ganz allein ist man da ja nie. Vor einigen von denen die im Wald wohnen hatte ich Angst, vor einigen Respekt und auf andere freute ich mich. Hasen und Rehen wären toll, dachte ich. Wildschweine dürfen gern woanders leben in diesen Tagen und Zecken sind echt zu gar nichts nütze...hach.
Dann gibt es da ja auch Wetter im Wald und gefastet hatte ich auch noch nie, aber wenn es sein muss, dann muss es sein.
Und so packte ich meine Sachen und zog los.


Ich war soooo gespannt auf diese Zeit. Darauf was ich erleben würde und darauf was danach in meinem Leben passieren könnte. Also, mal angenommen ich würde mir erlaube das sich etwas ändern darf.


Die Reise dauerte 12 Tage, mit Vor- und Nachbereitung. Ich bin tief eingetaucht und hatte es gut mit mir. Alle Wesen da im Wald waren außerordentlich freundlich, ich hatte Sonnenschein und kurze Nächte, Vögel die mich einfach sein ließen und jeden Tag ein bisschen näher kamen. Wir waren Freunde. Die Bäume rauschten mir ein Schlaflied und es regnete kein bisschen. Mein Schlafsack war viel zu warm und das Fasten ging einfach wie von selbst.
Mein Platz war sicher und gut. 
Ich habe mich nie so verbunden mit dieser Erde gefühlt wie in diesen Tagen und Nächten in denen ich so direkt auf der Erde war. Unmittelbar. Nur durch eine Plane und eine Isomatte getrennt. Nie so verbunden mit dem Himmel, der so direkt über mir war, nur selten schlüpfte ich unter mein Tap, sonst schaute ich in die Weite über mir. Ich fühlte mich nie so verbunden mit Bäumen, Moos, Gräsern und Blumen. Nie so gemeinsam mit all den Tieren, den kleinen Käfern, Mücken, Fliegen, Vögeln, Hasen und Rehen. Wenn ich abends das Bellen der Rehe hörte ... hach.. wir gehören alle zusammen.
Und ich verstand ein bisschen was von Zeit.
Zeit ist. Immer. Sie wird nicht schneller und sie wird nicht langsamer. Sie ist. Ich habe sie und du hast sie. Was wir damit machen, mit unserer Zeit auf dieser Erde, das ist es was wir beeinflussen können.
Ich fand Schätze und bekam Federn geschenkt. Übte das Loslassen und lernte mich als Schatzfinderin zu feiern.
So verbunden, beschenkt, durchlässig und weich kam ich nach Hause.
Was würde werden? 
Ein guter Plan war einfach in das Neue hineinzuleben. Ohne zu wissen was kommt. 
Sich ändern lassen was sich ändern will. 
Langsam. Forschend. Leise.

Ich begann Wolle zu färben wann es aus mir heraus gut ist und was aus mir heraus gut werden will. 
Schönes in die Welt zu schicken ist reine Freude.
Ich begann eine Gärtnerin zu werden, langsam wird es dem Rasen hinter dem Haus ein Gemüsegarten - es hat ja Zeit zu wachsen.
Und ich werde ein Seelenzentrierter Coach. Meine Ausbildung hat schon angefangen und Ende August reise ich zum ersten Mal in die Schweiz. Sowas. Manchmal bin ich selbst überrascht.
So lerne ich weiter vom Leben und gehen den Weg meines Herzen.

Herzlich,
Christine

Donnerstag, 7. September 2017

Sommer oder mach das was dich glücklich macht - ein Rückblick

Noch fühlt es sich ein bisschen wie Sommer an und noch ist es sicher nicht zu spät vom Sommer zu erzählen.


Erzählte Geschichten bleiben länger. Ich mag sie gern behalten, meine Sommergeschichten.
Immer mal wieder muss ich an die Ostsee, über das Wasser schauen und Wellen kommen und gehen und gehen und kommen lassen. Vielleicht war das der Grund, warum ich das Heiderose Frauencamp buchte, damals im Januar. Unweit der Insel Poel hörte sich super an! Und ich packte mein Auto und fuhr allein los und  direkt an Wismar vorbei und durch an den Strand auf Poel, sprang ins Wasser der Ostsee das an diesem Tag ziemlich lange flach und beinahe wellenlos war. Hach.
Und ich freute mich auf die Tage mit 15 Frauen die ich da noch nicht kannte (außer Jana, die kenne ich schon lange.)
In den nächsten Tagen lebte ich mit 15 großartigen Frauen draußen und probierte Dinge aus, erforschte mich und war erstaunt.
Ich schlief das erste Mal in meinem Leben allein in meinem Zelt. Der Regen trommelte auf das Zeltdach und ab der 2. Nacht schlief ich ausgesprochen gut.


Wir kochten draußen und das liebe ich so oder so und wann immer es geht und das geht auch im Reihenmittelhausgarten hier zu Hause. Ich hab das ausprobiert. So zusammen in großen Pfannen ist es unvergesslich.
Ich begegnete 15 so wunderbaren einzigartigen Frauen. Vielen Dank für diese tiefe wunderbare Zeit mit euch!
Und ich begegnete mir und meinen Stärken und stolperte fett über meine Schwächen.


Ich erlebte wie gut es sein kann meinen Platz zu finden und übe ihn zu halten und falls ich nicht noch schlafe auch morgens.
Ich bestimmte und gestaltete meinen Standort und schaute mir die der anderen Frauen an und hörte ihre Geschichten, die auch meine sind - unsere Geschichten.


Wir hatten einen wunderbaren Strandtag voller Berührungen, Baden in der knietiefen Ostsee, voller Lachen und in unglaublicher Schönheit.


Und wir tanzten. Ich liebe es die 5-Rhythmen zu tanzen. So lebendig, so verbunden. Kreistänze tanzen macht ebenfalls glücklich.
Dann am Ende zog es mich nach Hause. Wie schön das ich so gern auch wieder zu Hause bin.
Den Bussardflügel durfte ich mitnehmen.


Er symbolisierte den Osten, die Luft, die Leichtigkeit, die Kraft der 13. Fee.
Jetzt ist er hier bei mir und erinnert mich an die Bussardfrau, die mir immer wieder von der Leichtigkeit des Lebens erzählt.


Und so sitze ich hier am Ende des Sommers an meinem Feuer und bin voller Dankbarkeit für diese vollen wunderbaren Tage mit 15 Königinnen ihres Lebens.
Und falls es eine von euch hier in die Gegend verschlägt haltet an und lasst uns gemeinsam am Feuer sitzen.
Die 5 Rhythmen tanzen kann man auch in Hannover. Sonntagabend. Hier.
Janas Bericht könnt ihr hier lesen.

Sonntag, 14. Juni 2015

Dieses Wochenende

Für dieses Wochenende hatte ich mir viel vorgenommen. Am wichtigsten war das Kochen von ganz einfacher und völlig normaler Erdbeermarmelade.


Ich koche ziemlich gern, auch Erdbeermarmelade und es steigert die Vorfreude auf die zukünftige Lieblingserdbeermarmeladeesserin. Jetzt fehlen noch die Etiketten auf den Gläsern. Das mach ich dann morgen.


Auch vorgenommen hatte ich mir zum Strickpicknick nach Hannover zu fahren. Schließlich war der "Tag des öffentlichen Strickens" und das welweit (wordwide knit in public day) und da macht man auch in Hannover gern mit. Toby organisiert das und Mitstricker_innen sind immer herzlich willkommen (die Termine findet ihr in Toby Blog - Katers Hoby)
Ich hätte beinahe gekniffen und das nur auf Grund der Wettervorhersage. Das wäre ziemlich blöd gewesen, denn es regnete fast gar nicht und es war wie immer lustig und nett und sehr kurzweilig.


Heute dann hatte ich vor meine angefangenes Deckentuch weiter zu stricken, was ich auch tat, wenn ich nicht gerade mit der Frau-Maya-Hund unterwegs war oder diesen drunter&drüber anhimmelte.


Der ist anscheinend der Meinung jetzt verstrickt werden zu wollen, oder auch einfach nur angestrickt.
Bis jetzt liegt er noch und lässt sich bewundern und ich hoffe das bleibt so bis die Tuchdecke fertig ist. Ich hoffe das sehr. Hach.

Sonntag, 17. Mai 2015

so viel gereist

Ich bin in meinem Leben ziemlich gern zu Hause. Ab und zu jedoch muss auch ich mal eine Reise machen. Um meinen Horizont zu erweitern und über meinen Tellerand hinaus zu sehen.


Nun ist das so an sich, finde zumindest ich, gar nicht so wichtig wie weit so eine Reise geht.
Ich finde es wichtig wen ich treffe und wie ich in Kontakt komme und was ich so mache.


So reiste ich eigentlich nur so ein mal um die Ecke.


Traf dabei eine Menge toller Frauen, saß im Wald, spazierte herum und lauschte, beobachtete, reiste, malte erst verhalten und dann sehr genussvoll ...


 Danke an Cambra und Danke an Euch alle, ihr Frauen.


Und ich traf  Jana. Wir verabredeten vorher einen Tausch, der uns beide ziemlich glücklich machte.


Ich haspelte ihr für ihren nächsten Kurs "Mein pflanzen-gefärbter Regenbogen" viele viele viele sehr kleine Strängelchen. Band jeden Strang genau 5 mal ab, was ziemlich viele Knoten sind und packte die zu 100g Päckchen zusammen und sie filze mir ein Mandala.
Das ist so unglaublich schön, dass mein Herz immer zu so Sprünge macht, wenn ich es ansehe.
Ich denke ich werde es ins Wohnzimmer hängen, so richtig mitten ins Haus, oder in die Werkstatt, so richtig mitten in die Werkstatt und dann immer zu lachen wenn ich dran vorbei gehe und es ansehe.
Das könnte ein ziemlich heiteres Leben werden.
Danke Jana.

Samstag, 4. April 2015

um Berlin herum

In der letzten Woche waren wir ein paar Tage unterwegs. Nur um mal andere Luft zu atmen.
In Brandenburg und einen Tag so zwischendurch war es dann Berliner Luft.


Wir genossen den Ausblick, auch wenn das Wetter eher stürmisch war.


Schauten in den Himmel und die Wolken und stellten fest dass man hier und da schon fest im Sattel sitzen muss, besonders wenn um einen herum der Wind kräftg bläst, möglicher Weise sogar aus der Gegenrichtung und mitten ins Gesicht. Puh.


Schauten uns im Deutschen historischen Museum um. Windstill und warm. Trafen dort eine Zwirnmaschine mit 22 Spulen, historisch eben und liefen über eine Menge Pflastersteine.


Jetzt sind wir schon wieder an paar Tage zurück hier auf dem Dorf.
Das Wetter wird langsam besser und ich bin wieder zwischen Wolle und Farben.
Packte die Paket (die Post holt sie leider erst am Dienstag ab) und hatte einen schönen Donnerstagnachmittag mit geöffneter Dornröschen-Wolle-Werkstatt und lauter netten Kundinnen.
Am Ende des Donnerstags auch schon wieder einen neue Idee was ich denn mal stricken könnte und fast schon die passende Wolle in der Tasche und habe dann beschlossen das hier erstmal fertig gestrickt wird, oder höchsten Socken neu angefangen, denn Socken gehen ja irgendwie immer, sogar zwischen durch.

Sonntag, 8. März 2015

ich hab das ausprobiert - und die Wochenendergebnisse

Oh, was wollte ich doch gern ein Röckchen für den Frühling. Am liebsten selbst genäht.
Entspannt selbst genäht, selbstverständlich.
Ich liebe es meinen Küchentisch freizuräumen und die gute Küchenschere rauszuholen und dann mal irgendwie ... wird schon passen... den Stoff zuzuschneiden und es wäre was geworden, wenn nicht die Nähmaschine einfach nicht so nähen wollte wie ich das gern gehabt hätte.
Da war das dann, nach dem 3. Versuch ungefähr, mit der Entspannung vorbei und ich sehr genervt. 
Ich hab da dann länger drüber nachgedacht, was ich daran nun ändern könnte um eben ganz entspannt zu meinem Röckchen zu kommen und habe beschlossen erstmal eins zu kaufen.
Man muss ja nicht immer alles selbst machen.
Die Nähmaschine, samt Rockruine, ist gut verräumt und vielleicht versuche ich das im nächsten Jahr noch mal, vielleicht kaufe ich aber ab jetzt meine Röckchen ganz entspannt von Leuten die beim Nähen entspannt sind. Das soll es ja geben.

Dann wollte ich sehr gern meinen Pulli fertig stricken, also wenigstens in die richtige Richtung. Nach dem Anprobieren musste ich dann festellen, dass das so nichts wird. Zu kurz ist zu kurz. Die Tasche vorn am Bauch wäre einfach zu hoch gewesen und das sieht ja nun wirklich nicht aus. Somit ribbelte ich bis kurz unter die Armteilung alles wieder auf und werden es dann einfach noch mal ganz entspannt von dort aus stricken. Heute Abend geht das weiter und bis jetzt sieht er so aus.


Es wird ein Shellseeker und ich stricke mit "Dornröschens dicker Merino" und hätte den Pulli dann gern demnächste fertig, denn der ist jetzt genau richtig zum Hundespaziergang bei dem schönen Wetter.
Den machte ich heute noch in dem alten Pulli und der macht mich gerade ein bisschen blass, was aber auch daran liegen kann, dass ich im Moment einfach ein bisschen blass bin. 
Schließlich sind das die ersten Sonnentage, das wird also wieder.
Deshalb und weil es einfach schön ist, holte ich mir heute die eingemottete Hollywoodschaukel aus dem Gartenhaus in den sehr sehr unaufgeräumten Garten und machte beim Sonnen die Augen zu.
Nicht ganz lange, denn dann kam die Frau Maya-Hündin und wollte spielen und gestreichelt werden und das geht auch gut in einem unaufgeräumten Garten. 


Und dann vorhin, als ich dabei war die frisch gewaschene und in der Sonne getrocknete Bettwäsche auf die Betten zu ziehen, ging die Sonne vor meinem Schlafzimmerfester total spektakulär unter.
Hach, so Sonnentage sind schon schön.

Montag, 23. Februar 2015

Ein Wochenende an der Havel

Am Wochenende lud meine Schwiegermutter ein um ihren 70. Geburtstag zu feiern.


Direkt an der Havel. Schön wars da, nicht nur abends. 


Schön war es all die Menschen wiederzusehen, die sie sonst noch einlud. Die Schwiegerfamilie und ihre Freunde, die ich ja nun auch schon ziemlich lange immer mal wieder treffe.


Und ich hatte was zu Stricken mit, nur keine Zeit. Es gab einfach zu viel zu erzählen, zu lachen, spazieren zu gehen und zu essen auch.

Mittwoch, 12. November 2014

und dann haben wir gefilzt

In meiner Werkstatt habe ich eine Menge Wolle, auch zum Filzen ist die gut geeignet.


Ich habe schöne handgefärbte Kammzüge und Wolle im Vlies lagert da auch. Die könnte man verspinnen oder eben filzen. Klar. 
Ich war mir sehr lange ziemlich sicher das Filzen nicht so meins ist. 
Zu fusselig, zu unberechenbar und man kann das nicht mal eben nebenbei machen.
Hm.
Dann buchten wir die Ferienwohnung in Nordwestmecklenburg, unweit von Jana und das nicht ganz zufällig. 


Erst verbrachte ich einen sehr schönen Tag einfach so mit ihr und am Tag darauf haben wir einen Filzkurs gebucht.
Filzen mit Jana ist ungefähr so gut wie ArtYarne spinnen mit ihr oder mit Pflanzen färben.
Falls ihr dazu Lust habt, dann bucht einfach einen Kurs bei ihr.
Zuerst hat man da jemanden der sich sehr gut auskennt und das richtig gut vermitteln kann und man hat Zeit um, in diesem Fall, in Ruhe zu filzen und außerdem ist es einfach schön.


Ich weiß jetzt das Filzen keines Falls fusselig ist, also nicht mehr als alles andere mit Wollfasern eben auch und es ist sehr wohl berechenbar und es passt am Ende. Ich habe mal wieder gesehen wie schön es sein kann etwas nicht mal eben nebenbei zu machen.
So entstanden aus Seide und Wolle ein paar Nuno-Filz-Armstulpen für mich. Ich liebe Armstulpen und diese sind besonders.


Meine jüngste Tochter (11 Jahre alt) filzte ebenfalls. Sie wollte etwas, das sie benutzen kann und entschied sich für ein Federtäschchen.


In rot und mit Magnetknöpfen. 
Und jetzt würde sie sehr gern ebenfalls ein Paar Armstulpen für sich filzen und da wir ja nun wissen wie man das berechnet und ich noch einen oder zwei alte Seidenschals, die keiner mehr trägt, im Schrank habe und nicht nur in der Werkstatt einige schöne Kammzüge lagern, die sich sehr gut zum Spinnen oder auch Filzen eignen, werde ich dann mal ein Mutter-Tochter-Zeitfenster suchen und gute neue duftende Seife kaufen und dann wird das was.

Sonntag, 9. November 2014

Das war ein Novemberurlaub

Wir fuhren in eine schöne Gegend. Nordwestmecklenburg sieht so aus wie das Land meiner Träume.


Man kann da so viel machen. Die Frau Hund baden schicken z.B.



oder auch die Kinder und beide eher mit den Beinen, denn schließlich ist November.


Wir ließen die Abendstimmung auf uns wirken


auch mit Mond.


und trafen eine Menge Pilze. Schönheiten in blau


und in rot.


Schlenderten durch Städte mit alten Häusern


und alten Toren


und wohnten auf dem Dorf auch in einem alten Haus.


 Wir himmelten den Novemberhimmel an


mit ziemlich viel Farbigem davor


und erholten uns so gut das ging.


Ich strickte am Abend und auf der Autofahrt und es wurde auch etwas fertig. Der Hexentanzpulli ist es noch nicht. Der ist noch in Arbeit.  Und morgen dann, in der Dornröschen-Wolle-Werkstatt, werde ich anfangen all die bestellten Hexentänze zu färben. Das wird ein Spaß. Ich freue mich drauf.