Posts mit dem Label Draussenzeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Draussenzeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 29. September 2021

wer kennt sich mit freigeben und loslassen aus

dachte ich heute morgen beim Morgenseiten schreiben. Wen kann ich da denn mal fragen?


Und dann hatte ich kurz nach dem Mittag 2 Stunden unverplante Zeit und fuhr in den Wald. Fragen kann man ja mal, einen Schwellengang machen, schauen was passiert.

Ich war gut vorbereitet, eine Decke, falls ich Lust auf einen Schläfchen hätte, ein Sitzkissen und für alle Fälle eine Regenjacke, hatte ich dabei.

Und dann kam es wie es kommen sollte, ich streifte durch den Wald, der Eichelhäher hatte mich fix erkannte und erzählte es weiter, der Specht klopfte unbeirrt und die Bäume luden mich ein auszuruhen. Ich baute mir ein kuscheliges Plätzchen, spürte den Wind auf der Haut und lies mich streicheln. So schaute ich in die Baumkronen und fühlte mich einfach verbunden. 

Und ich lauschte. Die Bäume erzählten von der Zeit zum loslassen, vom freigeben, vom Lauf des Jahres und von dem Wissen das alles genau gut ist so wie es ist. Vom werden und vergehen und vom Vertrauen und Wissen das der nächste Frühling ganz sicher kommen wird und wie wichtig auch die dunkle Hälfte des Jahres ist. Alles gehört dazu, alles ist gleich wichtig. Alles will gelebt werden. Ganz altes zyklisches Wissen, das tief unten in meinen Knochen schlummert. Danke ihr Bäume das ihr mich erinnert.

In dieses Urvertrauen entspannen tut mir gerade so gut.

Was machst Du um Dich verbunden und dazugehörig zu fühlen?

Erzähl doch mal in den Kommentaren.

Mittwoch, 24. März 2021

Sonnenaufgang ist auch ein Anfang

Schenke Dir doch mal einen Sonnenaufgang - so oder so ähnlich schrieb Jana das in die einstimmende Aufgabe zu unserem Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche-Jahreskreisfest in der Frauengruppe.
Einen Sonnenaufgang! Puh :-) Ich bin ja eher so ein Abendmensch und kann viel besser Sonnenuntergänge. 
Es war also eine Herausforderung für mich und ich machte mich auf den Weg.

 

Heute morgen also packte ich vor dem Sonnenaufgang mein Sitzkissen, ein warmes Wasser, mein Notizbuch und ein paar Stifte ein und machte mich auf zum Waldrand, suchte mir ein Plätzchen, machte es mir so gemütlich wie es ging und freute mich auf das Specktakel.


Es war nebelig und frisch und all die Vögel sangen aus voller Kehle. Der Sprecht klopfte und ich war tief beeindruckt von so viel Geschäftigkeit so früh am Morgen.
Mein Sonnenaufgang war ein sanfter-  magisch und kraftvoll. 
Ich beobachtete und lauschte und forschte danach was mir diese sanfte, unaufhaltbare Kraft sagen wollte und wie das so mit all dem Angefangenen in meinem Leben gerade ist. 
Ich spürte und fühlte und war verbunden mit all den Wesen um mich herum, dem Baumstamm auf dem ich saß, den Bäumen mit ihren Knospen und dem ersten Grün auf den Feldern, mit dem Nebel und einfach ALLEM was da war.


Die Sonnen wirklich gesehen habe ich dann eine Stunde später auf der Hunderunde. Kurz bevor sich die Wolken verzogen.


um dem blauen Himmel Platz zu machen.
Da war dann schon zu ahnen, dass es sonnig und heiter werden würde und ich am Nachmittag auf der Terrasse sitzen und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen konnte, 

während die frisch gefärbte Wolle auf der Leine trocknete.
Frühling - du bist so willkommen.

Montag, 22. März 2021

Natur - Inspiration

Gestern wollte ich unbedingt mal was anderes sehen, mir den Wind um die Nase wehen lassen, andere Wege gehen als sonst.


Also schnappte ich mir die Frau Hund und alle die mitkommen wollten und machte eine Ausflug. 
Nicht weit, nur ein bisschen bis zum nächsten Teich gleich hinter dem übernächsten Ort. 
Für mich war das neu, hier war ich noch nie. Ich fand einen anderer Weg und eine andere Aussicht und verliebte mich in diese Farben.


Und ich entdeckte den Frühling. Zaghaft noch aber deutlich genug um ihn nicht zu übersehen.


 Und auch diese Farben habe ich in mein Schatzkästchen getan. Vielleicht wollen sie mal auf Wolle - irgendwann. Dann krame ich sie hervor und lasse sie fließen.

Dienstag, 23. Juni 2020

Mittsommerzeit - Sommersonnenwende - Jahreskreis - Frauenkreis

Am letzten Wochenende reiste ich nach Mecklenburg um mit meiner Frauenjahreskreisgruppe Mittsommer zu feiern. Sommersonnenwende. Jetzt schon? Huch.
Ich fuhr bei strahlendem Sonnenschein los und kam bei Regen an.
Sommersonnenwende mit Regen im Wald - so würden wir also feiern.


Wir räucherten und trommelten und waren nach all der "wir-bleiben-zu-Hause"- Zeit wieder gemeinsam. Verbunden mit uns, mit all den guten Kräften im rituellen Raum und in der Frauengruppe. 
So packten wir all den Kram den 8 Frauen brauchen um im Wald zu feiern, zu essen und über Nacht zu bleiben zusammen und zogen in den Wald, den Jana so gut für uns aussuchte.
Nachdem jede auf ihre Weise den Wald begrüßt hatte, spannten wir die Tarps zwischen die Bäume, rollten Matten und Schlafsäcke aus um gut bleiben zu können. Schön dass der Regen eine Pause machte.
Unser Sommersonnenwendefeuer war eine Kerze und wir gestalteten die Mitte für den Kreis unter einem der Tarps.
So vor dem Regen geschützt lässt es sich gut essen - soooo lecker und soooo viel.
Als die Dämmerung aufzog, der leichte Nieselregen tropfte und die warme Feuchtigkeit vom Boden aufstieg hatten wir unsere Redestabrunde. Wir hörten uns mit dem Herzen zu und redeten wahrhaftig aus dem Herzen. Wie gut das tut sich auf diese Weise zu begegnen. Dieses Mal endlich wieder zum berühren nah und ohne Zeitfenster. 
So wurde es immer dunkler.  Die Sonnen tauchte auf der einen Seite unter und schon war auf der anderen Seite die erste Helligkeit zu ahnen. So wenig Dunkelheit gibt es im Moment.


Wir kuschelten uns in unsere Schlafsäcke murmelten und erzählten noch ein wenig unter jedem Tarp und schliefen. Nachts bellten zwei Rehböcke und ein paar Raben hatten eine Unterhaltung - sonst war es ruhig in dieser so besonderen Regennacht.


Am Morgen tranken wir Tee von Brombeerblättern die am Waldrand wuchsen, frühstückten und hatte eine gemeinsame Meditation im Wald und dann zogen wir wieder zurück.
Im Wald zu übernachten ist ein Abenteuer. Für manche von uns war es des erste Mal. Gefallen hat es uns allen. Müde und glücklich war ich froh noch einen Tag bei Jana bleiben zu dürfen. Auszuschlafen, zu erzählen, Bettina kennen zu lernen, Rezepte zu tauschen und voneinander zu lernen.

Was ist das nur für eine besondere Mittsommerzeit. Die Zeit der Fülle und der ausgelassenen Fröhlichkeit. Und doch ist da so viel ernsthaftes, so viel zu fühlen und zu denken und zu lauschen.
Geht dir das auch so in diesem Jahr?

Donnerstag, 7. September 2017

Sommer oder mach das was dich glücklich macht - ein Rückblick

Noch fühlt es sich ein bisschen wie Sommer an und noch ist es sicher nicht zu spät vom Sommer zu erzählen.


Erzählte Geschichten bleiben länger. Ich mag sie gern behalten, meine Sommergeschichten.
Immer mal wieder muss ich an die Ostsee, über das Wasser schauen und Wellen kommen und gehen und gehen und kommen lassen. Vielleicht war das der Grund, warum ich das Heiderose Frauencamp buchte, damals im Januar. Unweit der Insel Poel hörte sich super an! Und ich packte mein Auto und fuhr allein los und  direkt an Wismar vorbei und durch an den Strand auf Poel, sprang ins Wasser der Ostsee das an diesem Tag ziemlich lange flach und beinahe wellenlos war. Hach.
Und ich freute mich auf die Tage mit 15 Frauen die ich da noch nicht kannte (außer Jana, die kenne ich schon lange.)
In den nächsten Tagen lebte ich mit 15 großartigen Frauen draußen und probierte Dinge aus, erforschte mich und war erstaunt.
Ich schlief das erste Mal in meinem Leben allein in meinem Zelt. Der Regen trommelte auf das Zeltdach und ab der 2. Nacht schlief ich ausgesprochen gut.


Wir kochten draußen und das liebe ich so oder so und wann immer es geht und das geht auch im Reihenmittelhausgarten hier zu Hause. Ich hab das ausprobiert. So zusammen in großen Pfannen ist es unvergesslich.
Ich begegnete 15 so wunderbaren einzigartigen Frauen. Vielen Dank für diese tiefe wunderbare Zeit mit euch!
Und ich begegnete mir und meinen Stärken und stolperte fett über meine Schwächen.


Ich erlebte wie gut es sein kann meinen Platz zu finden und übe ihn zu halten und falls ich nicht noch schlafe auch morgens.
Ich bestimmte und gestaltete meinen Standort und schaute mir die der anderen Frauen an und hörte ihre Geschichten, die auch meine sind - unsere Geschichten.


Wir hatten einen wunderbaren Strandtag voller Berührungen, Baden in der knietiefen Ostsee, voller Lachen und in unglaublicher Schönheit.


Und wir tanzten. Ich liebe es die 5-Rhythmen zu tanzen. So lebendig, so verbunden. Kreistänze tanzen macht ebenfalls glücklich.
Dann am Ende zog es mich nach Hause. Wie schön das ich so gern auch wieder zu Hause bin.
Den Bussardflügel durfte ich mitnehmen.


Er symbolisierte den Osten, die Luft, die Leichtigkeit, die Kraft der 13. Fee.
Jetzt ist er hier bei mir und erinnert mich an die Bussardfrau, die mir immer wieder von der Leichtigkeit des Lebens erzählt.


Und so sitze ich hier am Ende des Sommers an meinem Feuer und bin voller Dankbarkeit für diese vollen wunderbaren Tage mit 15 Königinnen ihres Lebens.
Und falls es eine von euch hier in die Gegend verschlägt haltet an und lasst uns gemeinsam am Feuer sitzen.
Die 5 Rhythmen tanzen kann man auch in Hannover. Sonntagabend. Hier.
Janas Bericht könnt ihr hier lesen.