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Mittwoch, 30. Oktober 2024

Morgenroutine

Man braucht eine Morgenroutine. Klar. Irgendwas das gut tut um in den Tag zu starten.


Mich stresst das schnell. Dieses was man soll, damit man dann gut gestartet ist. Wenn ich das ALLES mache ist der Tag fast rum. Also gefühlt. Oder ich müsste mitten in der Nacht aufstehen.
So wechsele ich fröhlich und immer wenn es fast Routine ist habe ich eine neue Idee. Dann muss die ausprobiert werden und ich weiß es wird sich wieder ändern. 

Ich habe schon gleich nach dem Aufwachen Morgenseiten geschrieben. 
Also jeden Morgen 3 Seiten all die Gedanken die kommen unzensiert aufgeschrieben. Einfach fließen lassen. Aus mir raus, durch die Hand, auf das Papier. Liest nie wieder jemand. So war der ganze Mist aus meinem Kopf und ich freier und leichter.

Ich habe schon gleich morgens Schulbrote geschmiert und Essensboxen gerichtet, Kinder geweckt und auf den Weg zur Schule geschickt. Dann mit der Frau Hund eine Runde durch die Felder. Wetter genießen und geradeaus denken. Damals als meine Kinder noch klein und die Frau Hund noch bei uns war.

Ich habe schon morgens Sport gemacht. Gleich nach dem Aufstehen eine halbe Stunde auf das Rudergerät. Dabei habe ich ein Hörbuch gehört oder Gedanken kommen und gehen lassen. Danach unter die Dusche mit dem schönen Gefühl schon mal richtig was geschafft zu haben.

Ich habe schon gleich morgens eine Runde gestrickt . Mit einer guten Tasse Kaffee. Nur so 15 Minuten. War auch gut. Damals als ich noch richtigen Kaffee mit Koffein trank. Dabei konnte ich Pläne schmieden für den Tag und dann einfach gut loslegen.

Im Moment gehe ich morgens eine Runde barfuß durch den Garten.

Genieße das Moos unter meinen Füssen. Spüre die kühle Feuchtigkeit. Atme. Und bei ein Teil von Natur.  Jetzt ist es morgens noch dunkel. Ich kann die Sterne beobachten oder den Nieselregen auf der Haut spüren. Danach unter die Dusche. Warm und lange kalt und ja! das macht lebendig fühlen.

Was machst Du um gut in den Tag zu kommen? Schreib doch mal in den Kommentaren. Vielleicht inspirierst Du mich und uns mal wieder etwas anderes auszuprobieren.

Alles Liebe für Dich.

Deine Christine

Freitag, 18. Oktober 2024

Ein Anfang ist immer neu

 Hallo zurück. Ein Anfang. Ein neuer Anfang. 




Heute Morgen unter Dusche war er dann da. Der Impuls wieder zu schreiben. 
Also nicht nur so ein paar Worte unter einen Instagram Post. 
Einfach mal wieder ein paar Worte mehr.
Solchen Impulsen muss man folgen bevor sie wieder verschwinden und im Nebel, der über das Feld hinter dem Garten wabert, abtauchen. Man weiß ja nicht wann und ob sie wieder kommen.
Also habe ich mir einen Kaffee gemacht und nun sitze ich hier und schreibe wieder.

Nicht nur über Wolle, auch von mir und aus dem Leben. So der Plan. Mal sehen was werden will.

Ich liebe Anfänge. Sie sind so neu wie ein weißes Blatt Papier und all die Ideen dürfen sprudeln.

Was ich nicht liebe ist diese Stimme in meinem Kopf, die mir schon gleich jetzt erzählt dass ich eh keine Zeit habe. Noch was anfangen? Puhhhh. 
Und wenn ich es dann nicht durchhalte? Nicht organisiert kriege? Peinlich. 
Und bloggen? Wer liest denn heute noch Blogs?

Das erstickt ALLES bevor es überhaupt ausprobiert werden durfte. Kennst Du das?

Ich habe da keine Lust mehr zu. 


Wozu ich Lust habe ist mir den Wind durch die Haare wehen zu lassen, die Sonne auf der Haut zu spüren und den Tau unter meinen nackten Füssen wenn ich morgens barfuß eine Runde über den Rasen im Garten laufe.
Ich habe Lust den Steuerkram auf nachher zu verschieben und noch eine Runde zu stricken oder zwei.
Ich habe Lust auf meine Falten, auf schöne Zeit mit meinen Lieben, auf wahrhaftigen Austausch und ganz Mensch sein.
Du auch?
Dann lass mal einfach machen.

Alles Liebe für Dich.
Deine Christine

Ps.: ich freue mich sehr über einen kurzen "Hallo" Kommentar, wenn Du meinen Anfang magst.

Mittwoch, 19. August 2020

auf dem Weg um Seelenzentrierter Coach zu werden

Morgen fahre ich zum ersten Mal in die Schweiz, nach Oberhofen am Thunersee. Am Freitag startet dort das erste Wochenende in meiner Ausbildung zur seelenzentrierten Coachin.

Ich bin so aufgeregt und voller Vorfreude und zappel hier so rum und brauchte viel länger zum Packen als ich mir eingestehen möchte. Vielleicht sollte ich eine Packliste schreiben, denn das ist ja erst das erste Wochenende das ich in der Schweiz verbringen werde, dann habe ich es beim nächsten Mal leichter mit dem Packen. Nur sind Listen und ich keine Freunde, also lasse ich das erstmal. 

Die Wolle für unterwegs ist ausgesucht, jetzt gleich werde ich wickeln. Ich werde also etwas Neues beginnen, auch beim Stricken. Das fühlt sich gut an. So ist die Bahnfahrt gut genutzt und ich zappel mich strickend bis an den Thunersee. Da kann man was schaffen.

Alles was ich bis jetzt in dieser Ausbildung lesen und erforschen durfte und dort wo ich das seelenzentriete Coaching selbst erfahren habe, war es genau meins, genau gut und sooo wertvoll. Jetzt also bin ich auf dem Weg all das zu lernen um dann selbst eine seelenzentrierte Coachin zu sein.

Die Woll-Werkstatt muss keine Pause machen. Ich bin ja nur ein paar Tage unterwegs. Alle Bestellungen werde ich am Dienstag bearbeiten. Ich freue mich über jedes Woll-Paket das ich auf die Reise schicken darf. Wollfreude verbreiten ist toll! 

Bis dahin! Genießt die Zeit! Strickt was Schönes! Schaut im Dornröschenwolle-Online-Shop vorbei, da gibt es einen neuen Pulli und Wollpakete. 

Herzlich, Christine

Montag, 10. August 2020

Jahresfest - Lughnasadh oder Lammas oder Schnitterfest

Seit einiger Zeit feiere ich die Jahresfeste im Kreis meiner Frauengruppe. Wir treffen uns bei Jana in Nord-West-Mecklenburg für einen Abend in Verbundenheit.

Am letzen Freitag feierten wir Lughnasadh oder Lammas oder SchnitterInnenfest. Das ist das erste Erntefest. Das Korn wird geschnitten, die Beeren sind schon geerntet und wir sind dankbar für all das was da gewachsen ist um uns zu nähren. Es ist die Zeit der großen Fülle, die uns auch an das Vergängliche erinnert. Geerntet ist geerntet. Es ist gewachsen und geworden was geworden ist. 

Nach einem guten Essen unterm Apfelbaum neben Janas Jurte zogen wir mit unseren Trommeln und Rassel, Sitzkissen und gesammeltem Räucherwerk auf ein Kornfeld. Es war bereits abgeerntet und gerade umgepflügt und ein wirklich schöner Platz um zu danken, unsere Kräuter zu weihen und gemeinsam zu sein.

Wir hatten eine Redestabrunde. Wahrhaftiges durfte aus dem Herzen gesprochen und geteilt werden. Wo stehen wir in dieser Zeit? Was ist gut gewachsen in diesem Jahr? Was braucht noch etwas? Und was war nicht gut? Was will ich im nächsten Jahr mehr pflegen und wo setzt ich gerade jetzt einen klaren Schnitt. Dafür ist gerade diese Zeit gut. Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte finden ist wichtig.

Die Vögel zogen ihre Runde über uns, ein Reh schaute rüber und wir hörten das Bellen der Rehböcke. Wir waren getragen von der Erde, über uns die Weite des Himmels und so sehr verbunden mit allen Wesen.

Als die Sonne unterging packten wir zusammen und fuhren ein bisschen weiter um im nächsten See den Abend zu beenden. Es ist so schön im Kreis dieser Frauen zu sein. Wir badeten und schwammen und sagen ein Lied bevor alle wieder fuhren. Jede nach Hause, jede für sich und doch schwesterlich verbunden.

Zwei Frauen waren an diesem Freitag verhindert. So spannend zu sehen wie sie fehlen, nicht da sind und trotzdem gefühlt mit dabei. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Fest, unsere nächste Runde und genieße es wie der Kreis hält, auch wenn ich im Alltag bin.

An diesem Freitag reist der rote "Karamo de Luxe" Pulli mit mir. Er umschmeichelt jetzt Jana und irgendwann, wenn es ein bisschen kühler ist und ich gerade wieder in Nord-West-Mecklenburg bin werden wir Fotos machen. So lange muss ein er-ist-gerade-fertig-Bild reichen und ihr müsst mir glauben das er ganz genau zu Jana passt.

Am Samstag fuhr ich dann wieder nach Hause. Ganz ohne an der Ostsee gewesen zu sein. Im Sommer zieht es mich gar nicht an den Strand.
Dann im Garten probierte ich eine meiner Beifuß-Räucher-Kugeln aus, die wir beim Trommeln und Rasseln auf dem Feld weihten.


Ich liebe dieses Duft (meine Familie eher nicht so). Er erinnert mich an meine WaldZeit-Visionssuche im letzten Jahr im Wendland. Dort räucherten wir mit Beifuß. Hier wächst er gerade überall. Wenn Du auch solche Beifuß-Räucherkugeln machen möchtest. HIER hat Jana aufgeschrieben wie das geht.

Ich werde jetzt Stricken, Langsam wird es ein wenig kühler unter meinem Lieblingsbaum im Garten und dabei träume ich mich in den See und in den Sonnenuntergang und in den Kreis der Frauen.


Hab auch Du einen schönen Abend.
Herzlich, Christine

Dienstag, 14. Juli 2020

Von einer kurzen Reise und dem Mut das eigene Leben zu Leben

Mal eben ein paar Tage unterwegs zu sein bedeutet auch immer eine Reise zu mir. 


Über etwas das mir was zu sagen hat stolpere ich immer. 
In der letzten Tagen waren wir bei meinen Eltern. Ich strickte mich hin und zurück - Beifahrerin zu sein ist da wirklich toll!
Meine Eltern wohnen gleich neben Greifswald und somit ist die Fahrt lang und die Gegend da wirklich schön. Da sind die Besuche dann auf mehrere Tassen Kaffee, am besten verteilt auf ein paar Tage und wir sind unterwegs. 
Diesmal in Stralsund. Nur ein paar fast regenfreie Stunden.


Auf Usedom, am Strand und bei der Mühle in Benz und mal kurz in der Ostsee war ich auch.


Und an Haff und Achterwasser. Da bin ich wirklich sehr sehr gern. Da ist Ruhe und alles ist muss-los.


Da könnte ich ewig bleiben. Einfach nur da sitzen und auf das Wasser schauen, ein bisschen Stricken, ein bisschen träumen und die Gedanken kommen und gehen lassen.


Nachdenken über den Mut mein ganz eigenes Leben zu leben. Mit all meinen Werten und Grundsätzen. 
Ich fand diese Karte in der Marienkirche in Stralsund. Ganz hinter dem Altar gibt es eine kleine Ausstellung über Entwurzelung. Sie erzählt von Not und von Menschenwürde und dem Recht auf zu Hause sein.
Und wir schaute im Garten von Otto Niemeyer-Holstein vorbei und seine Bilder an. Ich finde sein Atelier und den umbauten S-Bahn-Wagon als sein zu Hause immer wieder sehr inspirierend. Umgebung so zu verändern dass sie zu mir passt ist immer eine Erlaubnis wert.
Und JA! lasst uns doch unsere Werte leben und davon erzählen und tun was getan werden muss. Wir dürfen das. Ich jedenfalls habe eine große Portion Mut so zu leben mitgebracht.
Ab heute bin ich wieder hier. Zwischen Wolle und Werkstatt und Garten und zu Hause. 
Mit vielen Ideen und Dingen die umgesetzt werden wollen und so voller Lust genau das zu tun.