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Donnerstag, 16. März 2023

50

 Und zack... ist ein halbes Jahrhundert gelebt. Man muss sich das mal vorstellen.




Als ich 30 wurde oder 40 oder wie alt auch immer. Es war nie sowas wie huch, so alt oder was denn jetzt. Es war irgendwie gut und das Leben ging weiter. Keine Zeit um großartig inne zu halten. 

Ich habe gefeiert wie man das so macht und habe weiter gelebt wie es eben so war und habe mich nie für irgendwie großartig gehalten und mich angepasst so gut es ging.

Genau so wäre das beinahe auch jetzt gelaufen. Und ja, das wäre wieder eine verpasste Gelegenheit noch ein Stück mehr in meinem Leben anzukommen.

Wer hat uns Frauen denn beigebracht uns uneingeschränkt toll zu finden und einfach uns selbst zu leben? Ich habe das nicht gelernt. Mich hat niemand für meinen freien Geist, für ständig neue Ideen und für den sicheren Drang das alles ausprobieren zu müssen und den unbändigen Freiheitswillen gelobt. Noch nicht mal ich selbst - schon gar nicht ich selbst.

Angepasst sein, nicht auffallen, belastbar sein, das ALLES einfach lächelnd zu schaffen ist so normal. Was habe ich alles weggelächelt. Schlaflose Nächte, Überlastung mit 3 Kindern, viel zu viel Arbeit, den Tot meines jüngsten Bruders, Abschiede die ich nie wollte... weiter gehts, lächeln, ist ja nicht so schlimm. Wird schon wieder, geht ja allen so. Da stelle ich mich mal nicht so an. Zähne zusammenbeißen und durch.

Wer erzählt uns denn was das ALLES ist? Was wir alles sollen, was alles muss, in welchem Tempo wir zu leben haben, was wir zu brauchen haben, was unserer Ziele sein sollten? 

Weißt du was und wie du leben willst? Also nur DU. Nicht das was die Geschichten von Glück uns erzählen. Was brauchen wir wirklich? Wie viel müssen wir besitzen? Welche Menschen wollen wir um uns haben? Oder leben wir die Geschichten die man uns erzählt? Wie geht es dir damit? Wie geht es mir damit?

Ich weiß heute das nicht fühlen und drüber weg lächeln, wenn es gerade dicke kommt, nichts und wirklich gar nichts besser macht. Heute will ich das alles fühlen. Ich will es mega blöd finden und auch einfach ungerecht und echt Scheiße und das darf so sein. Und ich will genau so die große Freude an kleinen Dingen spüren, die tiefe Liebe, das Jauchzen vor Glück. Heute erlaube ich mir all das zu fühlen. Immer mehr. Das ist eine echte Herausforderung mir immer wieder auf die Schliche zu kommen, wenn ich in alte Muster falle.

So komme ich immer mehr in meinem Leben an, mit all seiner Schönheit. Ich habe Frieden mit mir und meinem so sein geschlossen und ich bin jeden Tag immer noch dabei.

Mich selbst zu lieben, zu respektieren und zu mögen ist das was ich immer wieder übe. 

Da sind noch so viele Ideen die ausprobiert werden wollen, so viele Menschen die ich kennenlernen möchte, so viele Freundschaften die ich in meinem Leben haben will und so viel von dem ich noch keine Ahnung habe.

Ich bin sehr gespannt was da noch alles gelebt werden will. 

50 Jahre, ein halbes Jahrhundert, habe ich schon gelebt und ich freue mich auf jeden neuen Tag und über den Mut jeden Tag zu gestalten.

In meinem Tempo zu leben habe ich mir vorgenommen, meine Ideen ernst zu nehmen und immer ein bisschen mehr auf mich zu achten als ich das so für angebracht halte, denn dann ist das noch immer nicht drüber. 

Was passiert wohl, wenn einfach alles möglich ist, dann wenn uns niemand sagt was alles nicht geht und was wir nicht können. Da tuen sich so viele Möglichkeiten auf. Mich davon locken zu lassen habe ich Lust und freue mich auf das was kommt.

Ich bin dankbar für all die Menschen, die mir in all den Jahren Begleiterinnen und Begleiter waren und ich freue mich über all die Menschen denen ich begegnen werde. Wahrhaftige Begegnungen mag ich sehr. 

Und ich freue mich dazuzugehören zu dem großen Ganzen. Hier, jetzt, in diese Welt, an diesen Ort, in diesem Leben. 

Alles Liebe für Dich. 

Deine Christine

Dienstag, 23. März 2021

im Garten, ein Anfang


Ungefähr vor einem Jahr war meine Sehnsucht nach Garten mit Salat und ein bisschen Gemüse so groß, dass ich einfach anfing und Beete anlegte und bepflanzte und eine Menge lernte.


Das ich nicht alles kontrollieren kann z.B. und das Pflanzen ihre eigene Schnelligkeit beim Wachsen und sich entfalten habe. Ich bekam noch viel mehr Respekt vor dem Leben und eine noch viel größere Liebe zu gutem Gemüse.

In diesem Jahr ist dieser Garten, in dem ich im letzten Jahr begann, nicht mehr meiner und ich darf von vorn beginnen. Es wird ein bisschen weniger werden. Ich habe gut überlegt was ich hier im Garten anpflanzen möchte und was der Bio-Gärtner im Ort besser kann und ich dann lieber da einkaufen werde. Salat  und Schnittlauch brauche ich unbedingt hier. Mit denen habe ich das erste Beet gestartet. Die Tomaten sind im Haus ausgesät und ich schaue täglich ob sich da schon die ersten Spitzen zeigen und lerne weiter Geduldig sein. Die Tütchen mit den Samen für Kohlrabi und Radieschen liegen bereit, noch fehlt die Erde in den nächsten Beeten. Ich bin so voller Vorfreude! Jetzt darf der Frühling wirklich kommen.

Samstag, 20. März 2021

Geschichten erzählen

einfach weil sie erzählt werden wollen, einfach und so wie sie kommen, ohne um-zu-Gedanken, liebe ich sehr. 

Einfach erzählen, egal wie groß oder klein sie scheinen, wie wichtig oder unwichtig sie sich machen. Erzählen ohne dass es wichtig ist wer es liest, oder hört oder so, Vielleicht die Freundin mit der man früher so viel geteilt hat und die man jetzt schon ewig nicht gesprochen hat, oder der Nachbar von gegenüber oder wer auch immer.

Mir fehlen diese Geschichten gerade jetzt in dieser Zeit mit Kontakteinschränkungen. Ich kann ja nicht den ganzen Tag telefonieren oder Instastorys reden.

Also, dann schreibe ich sie eben jetzt wieder hier auf. So wie früher, als Marketing noch wurscht war und all der Kram.

Heute z.B. ist Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche. Ich weiß das und ich genieße das. Ab jetzt werden die Tage wieder länger als die Nächte sein. Mehr Licht ist schön und ich hoffe auf mehr Leichtigkeit. 


Um mir heute einen Sonnenaufgang zu schenken war ich allerdings zu müde nach einer soooo vollen Woche brauchte ich Ruhe und Erholung und der Haushalt wollte Aufmerksamkeit. So verschenkte ich die Hunderunden an die Töchter und schlenderte in den Tag, putze Fenster und Fußböden, Badezimmer und mich.

Und jetzt habe ich Lust die Tomatensamen auszulegen und zum Keimen bereit zu machen. Vielleicht noch eins der neuen Beete im Garten herzurichten und den ersten Salat zu pflanzen um so den Frühling zu locken. Das ist wahrscheinlich eine der Besten Varianten um in die helle Jahreszeit zu starten.

Was machst Du heute? Freust Du Dich auch so auf Licht und Wärme?

Ich schicke Dir alles Liebe in Deinen Tag und freue mich auf Deinen Kommentar.

Herzlich, Christine